Oldtimer erwiesensich wieder als topfit

Oldtimer erwiesensich wieder als topfit

Wegberg (an-o) - Es war nicht ausgesprochenes "Oldtimer-Wetter", aber für die Mitglieder des Adler-Motor-Veteranen-Clubs spielte das keine Rolle. Ihr 29. Jahrstreffen, dieses Mal in Wegberg, wurde zu einem gelungenen Freundschaftsfest, an dem viele Oldtimer-Freunde teilhaben durften.

Die bestaunten nämlich am Samstag Nachmittag die vielen unterschiedlichen Ausführungen der Adler-Pkw und -Motorräder mit zum Teil Baujahren bis 1933. Die Besitzer der wunderschönen, mit erheblichem Aufwand in vielen Arbeitsstunden restaurierten Zweirad- und Vierradfahrzeuge ließen sich auf dem Burgplatz bei der Präsentation nie lange bitten, Einzelheiten und technische Details zu offenbaren und mit den zahlreichen Besuchern zu fachsimpeln.

Am Morgen waren 90 Autos und Kräder zur Dreiländertour von Wegberg aus gestartet. Über Herkenbosch ging es zur Partnergemeinde Echt, wo der ganze Marktplatz geräumt worden war, damit die vielen Fahrzeuge parken und die Bürger sie bestaunen konnten, während die Fahrer zur echt niederländischen Kaffeetafel mit Fla in das Stadthaus eingeladen wurden.

Geschäftiges Treiben

Über Mariahoop und Vlodrop kamen die Teilnehmer dann zurück. Fahrtleiter Dietbert Zimmer berichtete, dass der vorsorglich mitgeführte "Besenwagen" nicht in Aktion zu treten brauchte. Dank des hervorragenden Zustandes der Fahrzeuge gab es keine Pannen auf der 85 Kilometer langen Strecke.

Auf dem Burgparkplatz war den ganzen Samstag über ein geschäftiges Treiben. Da hatten sich Teilnehmer des Treffens mit Wohnmobilen und Zelten etabliert, der Adlerclub Nederlande saß in gemütlicher Runde beim Kopje Koffie, Klein- und Ersatzteile wurde angeboten und die Kennzeichen zeigten, dass die Clubmitglieder nicht nur aus allen Teilen Deutschlands, sondern auch aus der Schweiz, aus Belgien und sogar aus England angereist waren.

Adolf Friedrichs aus Barntrup im Lipperland hatte drei Jahre an seinem zweifarbigen Cabrio Jahrgang 1938 gebastelt. "Für mich sollte ein Oldtimer ein Trittbrett haben" verriet er und meinte auch, dass Oldtimerbegeisterte Diplomaten sein müssen. Als Beweis führte er an, dass er den Adler, oder besser, was damals übrig geblieben war, in einer Scheune in der Nähe von Berlin erstanden und seiner Frau dann erklärt hatte, da müssten nur das Dach erneuert und andere Reifen aufgezogen werden.