„ÖPNV über Grenzen hinweg stärken”

„ÖPNV über Grenzen hinweg stärken”

Kreis Heinsberg. Das auf dem Parteitag der NRW-Grünen beschlossene Wahlprogramm zur Landtagswahl wurde auch von der Grünen Jugend des Kreises Heinsberg mit gestaltet.

Sie hatte einen Antrag zum grenzüberschreitenden Öffentlichen Personennahverkehr ein, der in das Programm übernommen wurde. „Gerade wir als Grenzregion müssen auch den grenzübergreifenden ÖPNV stärken. Es kann nicht sein, dass man zum Einkaufen nach Roermond oder zur Arbeit nach Brunssum häufiges Umsteigen und viel zu lange Fahrzeiten in Kauf nehmen muss.”

„Wir wollen der an der Grenze lebenden Bevölkerung durch ein gutes, grenzüberschreitendes ÖPNV-Netz ein offenes Europa bieten. Was den ÖPNV betrifft, ist Europa noch vernagelt, und dies gilt es zu ändern”, so Michael Ziege, Christian Hoverath und Nik Asbach vom Vorstand der Grünen Jugend des Kreises Heinsberg.

Im Antrag hieß es, Europa wachse zusammen. Dieser Leitsatz sollte auch den Verkehr mit einschließen. Sei es zum Einkaufen oder zur Freizeitgestaltung, zu Arbeitszwecken oder einfach zum Kennenlernen: Die Grenzen würden oft überschritten. Dies geschehe meist mit dem Pkw. „Hier sollte ein Umdenken stattfinden.”

Das ÖPNV-Angebot müsse grenzübergreifend aufeinander abgestimmt werden: Die Bus- und Bahnlinien müssten in Zukunft, wenn sie an der Grenze enden würden, Anschlüsse zu den Bus- und Bahnlinien des Nachbarlandes erhalten, um den Fahrgästen das schnelle Erreichen ihres Ziels zu ermöglichen.

Außerdem müsse grenzübergreifender Verkehr gefördert und weiter verstärkt werden. Nur so lasse sich die europäische Einigung weiter fortsetzen. Gerade in den Grenzregionen seien gute verkehrstechnische Optionen unerlässlich.

Gleiches gelte für die Tarife: Auch diese müssten aufeinander abgestimmt werden. Außerdem sei die Einführung von Zeitkarten, die in den Niederlanden, Belgien und Deutschland gleichermaßen gelten, zu unterstützen.

„Wir werden uns dafür einsetzen, dass NRW mit seinen Nachbarländern einen grenzübergreifenden ÖPNV erhält, der für die Nutzer attraktiv und möglichst günstig ist und somit eine Alternative zur Nutzung des Pkw darstellt”, so die Grünen.

In der Begründung hatte die Grüne Jugend aus dem Kreis Heinsberg erklärt: „Gerade als Grenzregion wissen wir, wie wichtig der grenzüberschreitende Verkehr ist. Wir können nicht akzeptieren, dass für die betroffenen Bürger der ÖPNV an der Grenze zu Ende sein soll. Viele müssen alleine aus beruflichen Gründen oft ins benachbarte Ausland pendeln.”

„Für diese Personen gibt es oft keine, oder nur unzulängliche Optionen, den ÖPNV zu nutzen. Die Wichtigkeit dieses Themas muss nach unserer Meinung verstärkt durch das Land betont werden. Es ist wichtig, dass hier öffentlicher Druck ausgeübt wird.”