Erkelenz-Kückhoven: „Ölwannenkiller” sollen verbotenen Zustrom bremsen

Erkelenz-Kückhoven : „Ölwannenkiller” sollen verbotenen Zustrom bremsen

„Wenn eine befriedigende Lösung Geld kostet, dann müssen wir es in die Hand nehmen.” Mit diesen Worten bekräftigte der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen die Bereitschaft der Stadt, die Situation am Bellinghovener Weg zur allgemeinen Zufriedenheit der Anwohner und Nutzer zu lösen.

Allerdings dürfe das Gerangel um die Nutzung des Weges nicht Schule machen an allen auf dem Stadtgebiet befindlichen Wirtschaftswegen. Durch die direkte Nähe des Weges zur Kückhovener Grundschule und den Zuzug der Neu-Immerather sprach er der Problematik rund um den Bellinghovener Weg Priorität zu.

Zu einer Diskussionsrunde war Gotzen mit Bürgermeister Bernd Jansen und dem Technischen Beigeordneten Ansgar Luerweg in der Kückhovener Grundschule erschienen. Eingeladen hatte der Bezirksausschuss. Bürgermeister Jansen übernahm die Gesprächsführung und sagte, dass die Akte „Bellinghovener Weg” in der Verwaltung schon einen halben Schrank fülle. Auch die vom Bezirksausschuss beschlossene Lösung mit den Pollern habe keine Ruhe gebracht.

Obwohl für die Stadt „rein rechtlich alles in Ordnung” sei, bemühe man sich um eine Lösung, die allen Interessengruppen gerecht werde. Das Problem gehe nicht von den Anwohnern oder den Landwirten aus, sondern von der dritten Gruppe, die den Bellinghovener Weg widerrechtlich zur Abkürzung von der K32 kommend benutze.

Dieser Gruppe sei mit Schildern und Hinweisen nicht Herr zu werden. Da dauerhafte Polizeikontrollen nicht praktikabel seien, müssten bauliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

Ansgar Luerweg betonte, dass „der Mensch so gestrickt ist”, dass er immer den kürzesten Weg suche. Daher sei mit der Einsicht der Verkehrsteilnehmer auch zukünftig nicht zu rechnen. Als bestmögliche bauliche Maßnahme einigten sich die Anwesenden auf eine in der Mitte deutlich erhöhte Fahrbahn an den Einmündungen zum Bellinghovener Weg. Sie könnten von landwirtschaftlichen Fahrzeugen problemlos überfahren werden, für normale Autos würden sie ein unüberwindliches Hindernis darstellen.

So einigte man sich darauf, dass der Bellinghovener Weg an der Einmündung der Straße „Zur Schindskuhl” aus Neu-Immerath beidseitig sowie an der Einmündung K32 mit diesen so genannten „Ölwannenkillern” ausgestattet wird.

So bleibt den Neu-Immerathern der Weg zur Sportstätte erhalten, den widerrechtlichen Nutzern jedoch die Durchfahrt von oder nach Kückhoven verwehrt.