Selfkant-Havert: Odilia-Kirmes: Party, Wiesn und Königsball gut besucht

Selfkant-Havert : Odilia-Kirmes: Party, Wiesn und Königsball gut besucht

Kämpfen andere Ortschaften und Schützenbruderschaften mit schlecht besuchten Kirmesveranstaltungen, so scheint der Westen im Westen Deutschlands ein wahres Paradies zu sein. Zumindest in Havert können die Schützen über fehlendes Interesse nicht klagen. Die St.-Johannes-von-Nepomuk-Schützenbruderschaft hat jetzt ihre traditionelle Odilia-Kirmes gefeiert und diese Jahreskirmes ist immer ein großes Ereignis im Ort.

Am Freitag begann die Kirmes mit der 22. Nightshiftparty. Der Andrang war riesig und Jung und Alt feierten gemeinsam. Und dann folgte der Kirmessamstag. Bereits im Vorjahr hatten die Schützen sich einiges beim Münchner Oktoberfest abgeschaut und eine eigene Wiesn organisiert. Die Stimmung verdiente den Namen „Wahnsinn“, den die aufspielende Band bereits trug. Und auch in diesem Jahr schien eine „Wiesn“ das richtige Rezept zu sein, um die Schützen, ihre Begleitungen und all die vielen Gäste so richtig in Stimmung zu bringen.

Der Sonntagmorgen startete mit einem Frühschoppen, bei dem drei verdiente Schützen im Mittelpunkt standen. Heinz Beckers, Josef Beckers und Peter Jansen erhielten das „Ehrenkreuz des Sports in Bronze“ für ihre Verdienste im Schießsport.

„Ich muss dem Ort ein Kompliment machen, alle feiern mit, und die Einwohner stehen hinter ihren Vereinen.“ Schützenkönig Heinz Vogten lobte am Sonntag vor der Parade die Menschen aus Havert sowie aus den Ortschaften Stein und Millen-Bruch. Zusammen mit Gattin Alexandra verbreitete der Schützenkönig nicht nur beim Festzug allerbeste Kirmeslaune. Auch Sohnemann Hendrik war ein kleiner Strahlemann. Als Schülerprinz hatte er auch allen Grund dazu.

Das herrliche Wetter am Sonntagnachmittag lockte Hunderte Zuschauer nach Stein zur Königsallee. Angeführt vom Trommler- und Pfeiferkorps Edelweiß Havert und dem Musikverein Gangelt zog der Festzug unter Beteiligung der befreundeten Bruderschaften St.-Peter-und-Paul-Schalbruch mit den musizierenden Vereinen sowie der Schützenbruderschaft St.-Martini-Isenbruch nebst Trommler- und Pfeiferkorps vom Sportplatz Havert zum Ortsende Stein und stoppte auf dem Rückweg am Königshaus.

Hier nahm das Königspaar die Parade ab und mehrmals belohnte das Publikum die Darbietung mit brausendem Beifall. Anschließend folgte der Fußmarsch nach Havert, auch hier empfingen zahlreiche Dorfbewohner und Kirmesgäste den farbenprächtigen Festzug. Nicht nur das Haverter Königspaar strahlte, auch die Majestäten aus Schalbruch und Isenbruch waren echte Hingucker. Im Festzelt spielten die Flamingoboys.

Am Kirmesmontag startete nach der Messe der Festzug durch Millen-Bruch, danach konnten die Schützen man beim Frühschoppen kurz durchatmen, bis am Abend die Odilia-Kirmes mit einem prächtigen Königsball und zu den Klängen von „Two for us“ endete.

(agsb)