Heinsberg-Oberbruch: Nuon baut Kraftwerk für 16 Millionen Euro

Heinsberg-Oberbruch : Nuon baut Kraftwerk für 16 Millionen Euro

Sicher, wirtschaftlich und umweltschonend investiert Nuon im Industriepark Oberbruch in ein neues Kraftwerk.

Circa 16 Millionen Euro wird der Betreiber des Industrieparks Oberbruch und kommunaler Versorger der Stadt Heinsberg in eine Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD-Anlage) stecken. Das neue Kraftwerk, das größte im gesamten Kreis Heinsberg, entspricht dem Stand der Technik und ist Ausdruck der sicheren, wirtschaftlichen und umweltschonenden Energieversorgung durch Nuon.

„Mit dem neuen Kraftwerk optimieren wir die Versorgungssicherheit unserer Kunden am Standort und erzielen gleichzeitig unter Umweltgesichtspunkten eine wesentliche Verbesserung; zwei Effekte, die auch die Wirtschaftlichkeit langfristig sichern”, so Geschäftsführer Frank Obernitz. Nach 30-jähriger Laufzeit habe die bisherige Kraftwerksanlage technisch wie wirtschaftlich ausgedient. Die zukünftige Kapazität würde für die annähernd komplette Versorgung einer Stadt wie Heinsberg ausreichen.

Die GuD-Anlage produziert Strom und Dampf in Kraft-Wärme-Kopplung. Laut Auskunft von Nuon-Energieleiter Dietmar Prießner sei dies die bestverfügbare Technik, die in der Energieerzeugung zurzeit auf dem Markt ist. Die Optimierung im Vergleich zum bisherigen Kraftwerk bestehe darin, dass beim Einsatz der gleichen Brennstoffmenge mehr Strom gewonnen und gleichzeitig die Abgasmenge reduziert werden könne. „Das heißt, es wird ein weitaus höherer Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent erzielt”, so Prießner.

Ende letzten Jahres begann bereits die Demontage des alten Kraftwerks. Die neue GuD-Anlage wird bereits in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb gehen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, vollbringt die Mannschaft im Energiebetrieb der Nuon einen echten Spagat. Denn auch während des Umbaus muss die sichere Versorgung der Unternehmen im Industriepark Oberbruch zuverlässig gewährleistet sein. Zahlreiche Unternehmen aus der Region sind am Bau beteiligt. Das Engineering erfolgt durch Nuon.

Die neue Anlage besteht aus einer Gasturbine mit nachgeschaltetem Abhitzekessel, einer Gegendruck-Dampfturbine und zwei Reserve-Dampfkesseln. Für den Abhitzekessel, der immerhin ein Betriebsgewicht von mehr als 200 Tonnen hat, wird derzeit das Fundament gegossen. Dazu werden zwölf Betonsäulen bis zu zehn Meter tief in die Erde eingelassen. Richtig spektakulär wird es auf der Baustelle im Sommer, wenn die überdimensionalen Anlagenteile angeliefert werden. Allein die Turbine ist 16 Meter lang.