Kreis Düren: NRW fördert Bündnis gegen Rechts mit bis zu 70.000 Euro

Kreis Düren : NRW fördert Bündnis gegen Rechts mit bis zu 70.000 Euro

Das Land Nordrhein-Westfalen stärkt den Kampf gegen Rechtsradikalismus im Kreis Düren. Das hier agierende Bündnis gegen Rechts wird mit bis zu 70.000 Euro pro Jahr unterstützt.

Das Bündnis besteht aus 100 Gruppen und Vereinen sowie 800 Privatpersonen. Karl Panitz zählt zum Sprecherkreis und erklärt auf Anfrage, wie sich die Förderung auf die Arbeit auswirkt.

„Das Geld geht an die Kommunen, die es wiederum an die Organisationen weiterleiten“, sagt Panitz über das neue Projekt, das letztlich zu einem sogenannten „regionalen Handlungskonzept gegen Rechts“ wachsen soll. Das Projekt wurde vom Land ausgeschrieben, der Kreis Düren und das Bündnis erarbeiten das Konzept gemeinsam.

„Es soll sich aber nicht bloß um ein abstraktes Konzept handeln. Wir wollen praxisnah arbeiten, unsere Aktivitäten sollen strategisch besser ausgeweitet werden“, sagt Panitz. Damit meint er, dass die vom Bündnis organisierten Demonstrationen sowie Aktionen an Schulen (zum Beispiel Seminare zu Demokratie und Menschenrechte) und mit Vereinen gegen Rechtsradikalismus über „Multiplikatoren“ mehr Reichweite erlangen sollen.

Rechte Tendenzen recherchieren

Laut Panitz hofft das Bündnis, ab Februar mit dem neuen Projekt beginnen zu können. Dafür wird eine Stelle geschaffen, die vielleicht durch Teilzeitkräfte ausgefüllt werde, sagt Panitz. Man müsse die Bewerbungen abwarten, eine Ausschreibung erfolge in Kürze. Gesucht wird jemand aus dem Bereich Sozialarbeit/-pädagogik, der über rechte Tendenzen im Kreis recherchieren und Maßnahmen dagegen entwickeln soll.

Die Förderung läuft bis Dezember 2018. Das Bündnis muss einen Eigenanteil von 20 Prozent aufbringen. „Der Kreis hilft über den Integrationsrat. Das Konzept wird auch noch im Kreistag beschlossen“, sagt Panitz. Das Land NRW hat ein solches Konzept bereits veröffentlicht.

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