Kreis Heinsberg: Norbert Spinrath führt weiter die SPD im Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg : Norbert Spinrath führt weiter die SPD im Kreis Heinsberg

„Das ist innerhalb weniger Wochen zwei Mal dasselbe Ergebnis“, freute sich Norbert Spinrath, bevor er die erneute Wahl zum Vorsitzenden des SPD-Kreisverbandes Heinsberg offiziell annahm. Es war sogar noch besser: Mit 92,2 Prozent der Stimmen wählten ihn die 51 Delegierten beim Kreisparteitag in der Bürgerhalle von Heinsberg-Kempen zum Vorsitzenden.

Mit „dasselbe Ergebnis“ hatte Spinrath die drei Gegenstimmen und die eine Enthaltung gemeint. Während er bei der Wahl zum Kreisvorsitzenden 47 Ja-Stimmen auf sich vereinigen konnte, waren es bei der erneuten Nominierung zum Kandidaten für die Bundestagswahl bei der Versammlung in Geilenkirchen-Würm nur 45 Ja-Stimmen. So konnte er jetzt also eine noch bessere Prozentzahl für sich verbuchen.

Auch seine drei Stellvertreter wurden wiedergewählt, wobei Ralf Derichs mit 50 von 50 gültigen Stimmen sogar 100 Prozent Zustimmung für sich verbuchen konnte. Immerhin noch 96 Prozent (48 Stimmen) waren es für Andrea Reh. Dietmar Moll musste sich mit 68 Prozent (34 Stimmen) zufrieden geben. Ebenfalls mit 100 Prozent Zustimmung (50 Stimmen) wurde Michael Kox in seinem Amt als Kassierer bestätigt. Schriftführer Dr. Hans Josef Voßenkaul kam bei seiner Wiederwahl auf 92 Prozent (46 Stimmen).

Spannend war bei diesem Parteitag auch die Wahl der 13 Beisitzer, hatte Spinrath zuvor in seiner Rede doch bemängelt, dass vor zwei Jahren bei dieser Wahl der Ortsverein Waldfeucht außen vor geblieben war. „Sorgt dafür, dass kein Ortsverein außen vor bleibt!“, hatte er gemahnt. Letztlich setzte sich der Vorstand mit seinem Vorschlag, der die Größenverhältnisse der Ortsvereine und auch die Frauenquote (40 Prozent) berücksichtigt habe, wie Spinrath versicherte, durch. Und die Kandidatin des Ortsvereins Waldfeucht, Wafa Sturmann-Ben Omrane erzielte dabei mit 41 von 50 abgegebenen, gültigen Stimmen sogar das beste Ergebnis.

Spinrath, der als Gäste Martin Peters, den Fraktionsvorsitzenden der SPD in der Städteregion Aachen, und die Landtagsabgeordnete für den Aachener Nordkreis, Eva-Maria Voigt-Küppers, begrüßen konnte, ging in seinem Grußwort auch auf die Diskussion um das Kernkraftwerk Tihange ein. Die Problematik für die Belgier sei derzeit noch, dass sie zu 60 Prozent auf Atomstrom angewiesen seien, erklärte Spinrath.

Nachdem er weitere aktuelle Politikfelder beleuchtet hatte, kündigte er für die bevorstehenden Wahlen zum Landtag und zum Bundestag einen „gut verzahnten Wahlkampf“ an. Mit einem „siegreichen Ergebnis im Mai“ werde eine gute Grundlage gelegt für den Wahlerfolg im September. „Ich habe große Lust, der erste von der SPD zu sein, der diesen Wahlkreis direkt holt“, so der Bundestagsabgeordnete voller Optimismus. „Lasst uns richtig Gas geben!“

Was das Wahlprogramm der SPD betreffe, werde es das sozialdemokratischste aller Zeiten sein, kündigte Spinrath an, der Mitglied der Programmkommission für das Wahlprogramm im Willy-Brandt-Haus ist. „Wenn wir uns wieder klar als Sozialdemokraten zeigen, dann sind wir auch im Kreis Heinsberg wieder wählbar“, erklärte er. Wichtig sei vor allem gegenzuhalten gegen Rechtspopulisten und gegen die, die deren Positionen übernehmen würden, um Stimmen zu fangen.

(anna)