Waldfeucht: Noch kein Nachfolger für Schrammen

Waldfeucht : Noch kein Nachfolger für Schrammen

„Man muss sich auch auf die Arbeit von anderen, die Aufgaben zur Chefsache erklären und die Budgetverwaltung hierfür aus der Kämmerei verlagern, verlassen können” nannte Heinz-Josef Schrammen einen der maßgeblichen Gründe für seinen Rückzug aus der Politik nach 27 Jahren.

Auch weil „ich mit meiner Überzeugung Vorgänge nicht mehr verantworten kann, mit meinen Appellen gerade in den eigenen Reihen nicht verstanden werde oder verstanden werden will, ist für mich der Zeitpunkt gekommen, nicht mehr anzutreten”, sagte Schrammen und fand dafür Beifall aus den Reihen der 40 anwesenden von insgesamt 167 Mitgliedern der Waldfeuchter CDU.

Mit Daniel Goertz, Heino Hamel und Alois Heinrichs wurden gleich drei stellvertretende Vorsitzende gewählt. Niemand aus dem Kreis der anwesenden 40 Mitglieder wollte sich jedoch für den Posten des ersten Vorsitzenden zur Wahl stellen. „So etwas hat es noch nie gegeben!”, war zu hören. „Was jetzt läuft, geht nicht”, bemerkte Bürgermeister Johannes von Helden bei einem Tischgespräch. Der mit 22 Jahren bisher jüngste stellvertretende Vorsitzende, Daniel Goertz, meinte stattdessen, dass es durchaus gehe.

Man wolle die vorübergehende Vakanz des ersten Vorsitzenden nicht negativ bewerten, sondern als Zeichen für die hohe Anerkennung der 27-jährigen politischen Laufbahn und der Verdienste von Heinz-Josef Schrammen. „Es ist eine schwere Aufgabe, seine Nachfolge zu übernehmen”, sagte Goertz im Gespräch mit unserer Zeitung, dass sich der neu gewählte Vorstand einige Wochen beraten und zusammen finden werde.