Hückelhoven: NKF-Einführung geht richtig ins Geld

Hückelhoven : NKF-Einführung geht richtig ins Geld

Die Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements, kurz NKF genannt, und die damit verbundene Umstellung der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) kommt die Stadt Hückelhoven teurer zu stehen, als ursprünglich angenommen.

Für die Projekte Jugendamtsoftware, Archivsoftware für die Stadtkasse und „andere Fremdverfahren” musste jetzt im Haupt- und Finanzausschuss eine überplanmäßige Verpflichtungsermächtigung in Höhe von insgesamt 52.000 Euro bewilligt werden.

Im Städtischen Jugendamt soll ab 1. Januar 2008 als Folge der NKF-Einführung eine neue Software in Betrieb genommen werden. Für deren Anschaffung waren 21.000 Euro eingeplant. Sie wird jetzt mehr als doppelt so teuer.

Und zwar deshalb: Die Haushaltsplanung basierte auf einer Kostenschätzung der „regio iT aachen” bei einem Umstieg auf die Nachfolgeversion der bislang eingesetzten Software (Recos 14plus). Da sich das Jugendamt nach Sichtung verschiedener Verfahren für die Software der Firma LogoData ausgesprochen hat und diese das günstigste Angebot abgegeben hat, entstehen für den Umstieg einmalige Kosten in Höhe von rund 51.000 Euro.

„Die Einführung von NKF und die damit verbundenen Softwarevernetzungen sind totales Neuland. Da kann uns auch keine Nachbarkommune helfen”, sagte Margret Stevens, Leiterin des Hauptamtes, im Ausschuss.

Die Anschaffung der neuen Software für das Jugendamt sei auch deshalb so teuer, „weil da so viele Arbeitsplätze dran hängen”. Die überplanmäßigen Ausgaben wurden bewilligt. Sogar die Bürgerpartei stimmte zu.