Heinsberg-Kirchhoven: Neues Sportheim: Gebrauchter Holzbau weicht Klinker-Gebäude

Heinsberg-Kirchhoven : Neues Sportheim: Gebrauchter Holzbau weicht Klinker-Gebäude

Der Klinker leuchtet in Rot. Das Dach, die Türen und die Fensterrahmen des neuen Sportheims am Sportplatz strahlen allerdings in den Vereinsfarben des SSV Blau-Weiß Kirchhoven.

Seine offizielle Einweihung hat den Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins gebildet. Viele Gäste aus Politik, Verwaltung und Sport waren vor Ort, neben den Vereinsmitgliedern aber auch viele weitere ehrenamtliche Helfer, als der Spielmannszug Grün-Weiss Kirchhoven den kleinen Festakt vor dem neu erbauten Heim des Fußballclubs eröffnete.

Bürgermeister Wolfgang Dieder ließ dabei in seiner Ansprache die Entstehung nochmals Revue passieren. Der 1996 an selber Stelle errichtete Holzbau, seinerzeit gebraucht beschafft und hergerichtet, habe den Anforderungen an das Funktionsgebäude einer Sportanlage nicht mehr entsprochen. Es habe aus einem 40 Quadratmeter großen Raum bestanden, der zugleich Umkleide- und Versammlungsraum gewesen sei. „Beim Genuss des Bieres nach dem Spiel lag quasi der Schweißgeruch der Protagonisten noch in der Luft”, so Dieder schmunzelnd.

Mitte 2007 hatten sich Ortsvorsteher Johannes Geiser und der Vereinsvorstand dann an die Stadt gewandt zwecks Neubaus eines Sportheims. Geplant war ein 50 Quadratmeter großer Raum, dazu zwei separate Umkleideräume. Im März 2009 beschloss der Bauausschuss im Rat der Stadt den Neubau. Festgelegt wurde ein Budget in Höhe von 80000 Euro.

Am 9. Juli wurde die Bodenplatte gegossen und schon zwei Wochen später konnte nach Aufbau des Dachstuhls Richtfest gefeiert werden. Bereits beim Rohbau habe sich gezeigt, „mit welchem Engagement und Enthusiasmus hier zu Werke gegangen wurde”, lobte Dieder vor allem das ehrenamtliche Engagement der freiwilligen Helfer und Sponsoren von Material und Arbeitskräften.

Trotz Doppelbelastung durch die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Vereinsbestehens sei mit Hochdruck auf die Fertigstellung hingearbeitet worden, betonte der Bürgermeister und befand: „Es ist fertig und es ist, wie ich finde, phantastisch geworden.”