Neues „Haus des Handwerks” geplant

Neues „Haus des Handwerks” geplant

Kreis Heinsberg. Ein repräsentatives neues „Haus des Handwerks” will die Kreishandwerkerschaft Heinsberg nördlich des Stadtkerns im Gewerbegebiet Fürthenrode (Niederheid) errichten.

Bislang ist sie in Geilenkirchen an der Nikolaus-Becker-Straße beheimatet.

Gekauft wurde von der Stadt ein knapp 10.000 Quadratmeter großes Areal, das östlich der alten Bundesstraße 221 liegt.

Geschäftsstelle vereint

Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft mit dem neuen Kreishandwerksmeister Wilfried Wiesenborn an der Spitze stellte am Donnerstag das Neubauvorhaben bei einem Pressegespräch in Geilenkirchen vor.

Wie Wiesenborns Stellvertreter Heinz-Peter Dahmen, der als Vorsitzender des Bauausschusses fungiert, erläuterte, soll ein Dienstleistungs- und Kommunikationszentrum entstehen mit einer ausreichenden Zahl von Büroräumen für die gesamte Geschäftsstelle (die Geilenkirchener Hauptstelle und die Erkelenzer Außenstelle sollen dann in Niederheid vereint werden), mit Versammlungsräumen, die Treffen von bis zu 150 Personen möglich machen, sowie mit Ausstellungsflächen, um Werke aus den Innungen vorzeigen zu können.

Insgesamt sind für das Projekt 1,5 bis 1,6 Millionen Euro veranschlagt worden, die das Handwerk aus eigenen Mitteln aufbringen will. Rund 130.000 Euro wurden für den Grundstückskauf verausgabt.

In den nächsten Wochen soll der Startschuss zu einem Architektenwettbewerb fallen, der in enger Abstimmung mit der Architektenkammer vorbereitet wird. Alle Architekten können sich bewerben. Letztlich sollen sechs für den Wettbewerb zugelassen werden.

Aus drei von einer Jury preisgekrönten Modellen wird dann die Mitgliederversammlung die favorisierte Planung auswählen, die mit eventuellen Änderungswünschen realisiert werden soll.

Baubeginn noch 2004?

Die Kreishandwerkerschaft strebt an, den ersten Spatenstich noch in diesem Jahr vollziehen zu können, so dass Anfang 2006 mit einer Fertigstellung gerechnet werden könnte. Die Ausschreibung der Aufträge soll unter den Mitgliedsbetrieben der Kreishandwerkerschaft erfolgen.

Das von der Autobahn 46 aus schnell zu erreichende Grundstück bietet auch die Möglichkeit, später eventuell einen Erweiterungsbau zu errichten, in dem Werkstätten integriert werden könnten.

Doch zunächst einmal gilt das Hauptaugenmerk dem ersten Bauabschnitt, der zu einem modernen Haus führen soll, das dem „morgigen Zeitalter” entspricht, wie es Heinz-Peter Dahmen formulierte. Dazu gehöre selbstverständlich die Nutzung erneuerbarer Energien.

Die Kreishandwerkerschaft will mit dem Neubau natürlich auch werben, wie Wilfried Wiesenborn erklärte. Je besser die Geschäftsstelle ihre angebotenen Dienstleistungen erfüllen könne, desto mehr Mitglieder könnten von den Innungen auch gewonnen werden.

Ein Festhalten am Standort Geilenkirchen, der sich bewährt habe, hat nach Auskunft des Vorstandes nie in Zweifel gestanden. Die Stadt Geilenkirchen habe sich auch sehr kooperativ gezeigt, galt ein Lob der Kommune.

Teamarbeit

Die in neuer Zusammensetzung agierende Führung der Kreishandwerkerschaft setzt bei der Lösung der anstehenden Aufgaben, und dazu gehört an erster Stelle natürlich dieses Neubauvorhaben, auf „Teamarbeit”, wie Wiesenborn betonte.

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