Kreis Heinsberg: Neuer Transit schafft mehr Sicherheit

Kreis Heinsberg : Neuer Transit schafft mehr Sicherheit

Bei der Polizei und vor allem bei Verkehrssicherheitsberater Frank Meuffels ist die Freude groß: über das neue Fahrzeug, das der Kreis Heinsberg ihm für seine Arbeit in Geilenkirchen und Übach-Palenberg zur Verfügung gestellt hat.

Das alte Fahrzeug war fast 20 Jahre alt, „fast älter als ich”, schmunzelte der Polizeikommissar, als er zusammen mit Polizeioberrat Rüdiger Arndt, Leiter der Direktion Verkehr, Papiere und Schlüssel aus den Händen von Landrat Stephan Pusch für den weißen Ford Transit im Wert von 22.000 Euro entgegennahm.

Bereits seit Ende der 60er Jahre besteht die in ihrer Art beispielhafte Kooperation zwischen dem Kreis Heinsberg beziehungsweise zwischen den früheren Kreisen Erkelenz und Geilenkirchen-Heinsberg und der Polizei. Seitdem wurden die Fahrzeuge zum Transport der benötigten Gegenstände aus Mitteln des Kreises beschafft, der auch für die Unterhaltung, das heißt für Betankung und Versicherung zuständig ist.

Das Personal wird von der Polizei gestellt. Insgesamt sind für die Verkehrssicherheitsberatung im Kreis fünf Fahrzeuge im Einsatz. „So können wir zu den Kindergärten und Schulen fahren, und die Kinder müssen nicht wie andernorts zu uns kommen”, betonte Meuffels.

Aus dem Konzept einer mobilen Verkehrsschule, die in früheren Jahren regelmäßig die Schulhöfe der Region anfuhr, um dort die sichere Bewältigung verkehrsnaher Situationen mit Kindern zu üben, entwickelte sich in den 80er Jahren die moderne Verkehrssicherheitsberatung, die im normalen Verkehrsraum stattfindet und deren Zielgruppen neben Kindern mittlerweile auch behinderte Menschen und Senioren sind.

Dafür haben die Fahrzeuge Informationsmaterialien - zum Beispiel in Form von Broschüren - an Bord, aber auch die Materialien für den Aufbau eines kompletten Fahrrad-Parcours. „Und eine Schaumstoffpuppe”, ergänzte Meuffels. Damit vermittelt er den Kindern eindrucksvoll, was passiert, wenn diese zum Beispiel unter einen Schulbus gerät.

Mittlerweile müssten gerade die Kinder an ganz viele unterschiedliche Situationen im Straßenverkehr herangeführt werden, erklärte der seit sechs Jahren aktive Verkehrssicherheitsberater. Ein Beispiel ist für ihn die zunehmende Zahl an Kreisverkehren. „Wir machen die Kinder fit, aber wir benötigen dazu auch die Unterstützung der Eltern”, sagte er. Bei den Trainingsmaßnahmen müsse er allerdings auch oft beobachten, dass sich Autofahrer nicht richtig verhalten würden. Sie würden zum Beispiel an ungesicherten Stellen anhalten, um die Kinder über die Straße zu lassen. „Besser wäre, wenn sie langsam und bremsbereit weiterfahren würden.”

Für die Arbeit mit Senioren haben die Verkehrssicherheitsberater im Kreis ein ganz neues Konzept entwickelt, das unter dem Motto „Mobil im Alter, aber sicher” steht. Damit wollen Meuffels und seine Kollegen jetzt aktiv auf die Senioren zugehen.