Wegberg-Dalheim: Neuer Diakon will erstarrte Grenzen überwinden helfen

Wegberg-Dalheim : Neuer Diakon will erstarrte Grenzen überwinden helfen

Theo Wolber aus der Pfarrgemeinde St. Rochus Dalheim-Rödgen wurde am 16. Juni 2007 durch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff im Dom zu Aachen zum Diakon geweiht. Nach einer mehrjährigen Ausbildung wird er nun in der Gemeinschaft der Gemeinden Wegberg seine neuen Aufgaben wahrnehmen und in diesem Rahmen die Gestaltung einer nachhaltigen pastoralen Zukunft begleiten.

Nicht nur vor Ort in Dalheim-Rödgen, sondern in der ganzen Weggemeinschaft Wegberg wird sein Einsatzgebiet liegen.

Der Diakon versucht, andere für menschliche Not zu sensibilisieren und zur tätigen Mithilfe anzuregen. Er eröffnet Glaubenden und Suchenden den Zugang zum Wort Gottes durch seinen Dienst innerhalb der Gemeinde, in der Katechese, in der Predigt und im Glaubensgespräch. In den liturgischen Feiern macht der Diakon deutlich, dass der Dienst am Menschen und der Gottesdienst zusammengehören (Verkündigung des Evangeliums, Predigt und liturgische Assistenz). In der Eucharistiefeier steht er, zusammen mit dem Priester, für die seiner Sorge anvertrauten Menschen vor Gott. Bei Taufe, Trauung, Begräbnis und Wortgottesdiensten vertritt er aufgrund seines Amtes die Gemeinde.

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde das Ständige Diakonat wieder eingeführt, um den dienenden Auftrag der Kirche zu betonen, aber auch, um den wachsenden pastoralen und sozialen Aufgaben der Kirche in der heutigen Zeit gerecht zu werden.

Seither hat sich eine zunehmende Zahl von Männern dazu rufen lassen, in der Nachfolge Jesu für diesen Grundauftrag der Kirche verbindlich einzustehen. Sie kommen größtenteils aus dem Berufsleben und bringen, ergänzt durch ein theologisches Studium, ihre Lebenserfahrungen in den pastoralen Dienst mit ein. Von daher haben sie eine Brückenfunktion: Sie gehören einerseits zum kirchlichen Dienst durch ihre Weihe, sehen sich aber andererseits durch Familie und Beruf herausgefordert, sich den Anforderungen und Sorgen des Alltags und den Nöten der Menschen zu stellen.

Durch diese besondere Position können sie mithelfen, erstarrte Grenzen zu überwinden und einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer auf die Weit und den Nächsten hin offenen Kirche zu leisten.

Am 4. August 2007 um 17 Uhr wird Theo Wolber im Rahmen einer feierlichen Messe in der Pfarrkirche Dalheim-Rödgen in seinen neuen Dienst eingeführt. Ober eine zahlreiche Teilnahme werden sich alle Beteiligten freuen, denn damit zeigen die Mitchristen ihre Verbundenheit mit dem neuen Diakon. Nach der Messe lädt der Pfarrgemeinderat alle zu einer kleinen Feier im Jugendheim der Pfarre ein, bei der die Menschen in der Begegnung mit Theo Wolber ihm gute Worte mit auf den Weg geben können.