„Neue Wurzeln im Berufsleben schlagen”

„Neue Wurzeln im Berufsleben schlagen”

Kreis Heinsberg. „Verwurzelt..?!” - so lautete das Motto der Abiturientia 2004 des Berufskollegs Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen beim festlichen Abschlussgottesdienst in der Katholischen Kirche St. Josef Bauchem.

Das Thema Wurzeln zog sich durch die gesamte Messe, die ökumenisch von Pfarrer Ernst und Kaplan Frisch gehalten wurde. Nach der Begrüßung durch Lehrerin Hildegard Strauch und passenden Liedern fand Kaplan Frisch ebenfalls den Weg zum Thema. „Was hat mich geprägt? Wovon kann ich mich nicht lösen?” fragte der Kaplan und gab die Antwort: „Von allem, was in mir verwurzelt ist. Ihr habt die Chance, neue Wurzeln im Berufsleben zu schlagen.”

Die Feier für die 74 Absolventen schloss sich in der Turnhalle des Kollegs an. Der Abichor sang „Summerday”. Lehrer Adolf Klaming moderierte die Entlassfeier, der die Abiturientia das Motto „ABIos Amigos” gaben. Der Moderator bezog sich auf die Fußball-EM und nannte dieses Fest die Finalfeier, die die Schüler erreicht hätten.

„Bundestrainer” Dr. Horst Wamper fand sich allerdings als Trainer völlig ungeeignet. Er wisse gerade, dass der Ball rund sei. Mit der Musik des Ehemaligen Marcel Grein fand Schulleiter Wamper den Einstieg in seine Festansprache: „Sie verlassen heute die Welt der Schule, den Rhythmus des Stundenplans, die vertraute Umgebung.”

Außerhalb des geschützen Raumes werde mit härteren Bandagen gekämpft. „Die nicht gerade positiven Aussichten zu Beginn Ihres Einstiegs in das Berufsleben sollten sie als Herausforderung betrachten”, so Wamper. Dass mehr als die Hälfte der Abiturientia eine Berufsausbildung beginne, dieser erworbene Abschluss äußerst beliebt in Wirtschaft und Verwaltung, bei Banken und Versicherungen sei, stellte Wamper heraus. 20 Prozent beginnen ein Studium, an der Spitze Betriebswirtschaft.

Benedikt und Daniel spielten sich mit „Under the bridge” in die Herzen des Publikums, ehe Oberstufenkoordinator Heiner Coenen als „Trainer” („Teamchef ist Dr.Wamper”) Nachdenkliches an die Adresse der Abiturientia leitete. Leben und Schule sei keine Dauerparty mit der Hauptaufgabe Selbstdarstellung.

Der Übergabe der Zeugnisse schloss sich die Ehrung der Jahrgangstufenbesten, Christina Scherrers, an, die für ihre Abi-Note 1,4 ein dickes Buch erhielt.