Düren: Neue Spielzeit mit „kulturellem Dreiklang“

Düren : Neue Spielzeit mit „kulturellem Dreiklang“

Irren Sie? Irren wir? Und: Irren Künstler? Der Mensch irrt, so steht es in Goethes Faust, so lang er strebt. Dieser Gedanke, dieses Motiv ziert die neue Spielzeit, das neue ausführliche Veranstaltungsheft der Dürener Kulturbetriebe.

Es umfasst das Kulturprogramm von September dieses Jahres bis Sommer 2016 des Theaters Düren, der Cappella Villa Duria und dem Kulturzentrum Komm. Zusammen bilden sie den Dürener „kulturellen Dreiklang“, wie der neue Leiter des Kulturbetriebs bei der Vorstellung der Spielzeit 15/16 äußerte.

„Wir haben mit den Veranstaltern drei Pfunde in der Stadt, deren enorme Vielfalt keine Selbstverständlichkeit ist“, sagte Dieter Powitz, der seit vergangenem Oktober im Amt ist. „Das Motiv ,Es irrt der Mensch‘ steht für Kultur: Sie muss experimentieren — das kann manchmal schiefgehen“, sagte Thomas Lüttgens vom Komm, dessen vollständiges Programm noch nicht in dem neuen Heft aufbereitet ist. Deswegen gebe es laut Powitz ab Herbst monatlich deataillierte Veranstaltungskalender.

Schwieriges Stück

Auf „spektakuläre Gastspiele“ freut sich Monika Rothmaier-Szúdy. Die künstlerische Leiterin des Dürener Theaters hat insbesondere „Der Untertan“ von Heinrich Mann (18. April 2016) und „Woyzeck“ (3. Mai 2016) des Dürener Regisseurs Marcel Keller im Blick. Auf die Freunde der Cappella Villa Duria um die Verantwortlichen Johannes Esser und Dr. Gisela Hagenau wartet im Großen und Ganzen kein stark veränderters Programm.

Am 27. September, sagte Johannes Esser, können sich die Zuhörer mit Bachs Messe in H-Moll in St. Michael in Lendersdorf auf eines der „schwierigsten Stücke überhaupt“ freuen. „Wir haben bewusst auf eine kleine Gruppe in Lendersdorf gesetzt, um das Werk transparenter zu machen“, erklärte Esser. Karten für alle Veranstaltungen des „Dreiklangs“ für die Spielzeit 15/16 stehen ab dieser Woche zum Verkauf. Für die Angebote des Theaters Düren und der Cappella Villa Duria gibt es bis zum 30. Juni einen Frühbucherrabatt von zehn Prozent. Das Programmheft ist in allen wichtigen Stellen in der Stadt erhältlich

„Neubeginn und Kontinuität“ würde das Programmheft in neuem Gewand, das eine Bühnentänzerin mit erwartender Haltung auf dem Cover zeigt, kennzeichnen, sagt Bürgermeister Paul Larue. Für seine neue Heimatstadt hält Kulturbetriebsleiter Dieter Powitz einen „Auftrag“ parat: „Düren soll mit seinem Kulturangebot selbstbewusst sein: Zwischen Köln und Aachen zu liegen, ist nicht nur Schicksal.“ Nach Düren könne man sich demnach wegen der prominenten Gäste gut verirren...