Kreis Heinsberg: Neue Schiedsrichter auf den Fußballplätzen

Kreis Heinsberg : Neue Schiedsrichter auf den Fußballplätzen

Die Fußballer im Kreis Heinsberg lernen in den kommenden Wochen einige neue Gesichter kennen. Zwölf neue Schiedsrichter brachte der Anwärterlehrgang hervor.

Ihre Namen: Jaden-Luke Blume, Steven Theisen (beide SV Roland Millich), Jule Beyel (VfJ Ratheim), Kim-Lukas Feßler, Johanna Laumen (beide FC Union Schafhausen), Arne Franzen (TuS Rheinland Dremmen), Joshua Maurer, Janine Reinartz (beide 1. FC Übach-Palenberg), Alexander Reinartz (VfR Übach-Palenberg), Sven Verhey (Oberbrucher BC), Philipp von de Berg (SV Schwarz-Weiß Schwanenberg) und Krystof Miszczuk (DJK Gillrath) — darunter sogar drei Jungschiedsrichterinnen.

Hinzu kamen noch 13 Neu-Schiedsrichter aus dem Schiedsrichterkreis Düren, der den Lehrgang in einer Kooperation mit dem Schiedsrichterkreis Heinsberg durchführte. Hauptlehrort war dabei das St.-Ursula-Gymnasium am Geilenkirchener Markt. Außerdem beobachteten die Schiri-Lehrlinge ein Spiel des FSV Geilenkirchen-Hünshoven — um praxisorientierte Eindrücke zu gewinnen.

Das Kennenlerntreffen sowie Lauf- und Theorieprüfung fanden für beide Kreise allerdings in Düren auf dem Gelände der Kaufmännischen Schulen des Kreises Düren statt.

Tom Eisentraut, Vorsitzender des Heinsberger Kreisschiedsrichterausschusses, nahm die Prüfung ab und lobte im Nachgang das Organisationsteam des Lehrgangs: „Der Lehrstab hat großartige Arbeit geleistet. Es haben zwar nicht alle, aber mit 25 Neuen doch viele Anwärter bestanden. Heinsberg und Düren — das war zum zweiten Mal nach 2013 eine tolle Kooperation.“

Die Idee, auch diesmal gemeinsam neue Unparteiische auszubilden, war Mitte des Jahres aufgekommen, als sich abgezeichnet hatte, dass die Kreise alleine möglicherweise nicht genügend Teilnehmer zusammenbekommen. „Es war naheliegend, diesen Schritt zu gehen“, so Sven Diel, Lehrwart des Fußballkreises Düren. Und Jonas Windeln, sein Pendant aus dem Heinsberger Fußballkreis, pflichtet ihm bei: „Natürlich ist das ein Konzept für die Zukunft. Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um für das, was kommt, gewappnet zu sein.“

Das, was kommt? Jährlich melden sich mehr Schiedsrichter ab als an. Im Fußballkreis Düren fanden in der vergangenen Saison bereits Spieltage der Kreisliga C komplett ohne Spielleitung statt.

Ein besorgniserregender Trend, der in der Konsequenz auch vorsieht, Spiele der Kreisliga B unbesetzt stattfinden zu lassen — weil die Vereine zu wenige Schiedsrichter stellen.

Gerade an der Basis, dem Amateurfußball, fehlt es an Schiedsrichtern. Tobias Schulze, Neu-Schiri aus dem Fußballkreis Düren (Schwarz-Weiß Düren) fasste die Problematik bereits am ersten Lehrtag treffend zusammen, indem er seine Motivation, Schiedsrichter zu werden, formulierte: „Ich bin der Meinung, dass wir in den Kreisligen zu viele zu alte oder zu junge Schiedsrichter haben, die entweder nicht mehr oder noch nicht Spielsituationen richtig erkennen können. Hinzu kommt, dass Kreisligafußball anders gespielt wird als höherklassiger Fußball. Es wäre schön, wenn sich mehr ehemalige Kreisliga-Kicker dazu entschließen würden, Schiedsrichter zu werden. Das würde allen Seiten helfen.“

(kte)