Erkelenz: Neubau für 2,3 Millionen Euro und 125 Jobs

Erkelenz : Neubau für 2,3 Millionen Euro und 125 Jobs

Bisher sei Erkelenz für die Lebenshilfe laut Geschäftsführer Edgar Johnen „ein weißer Fleck” gewesen. Dieser wird nun ausgefüllt.

Denn die Lebenshilfe siedelt im Erkelenzer Industrie- und Gewerbepark Commerden (GIPCO) eine Werkstatt für behinderte Menschen an und schafft damit rund 125 neue Arbeitsplätze. Derzeit sind in den drei Standorten im Heinsberger Stadtgebiet rund 1000 behinderte Menschen beschäftigt. Bis 2010 habe man sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Beschäftigten auf 1100 zu erhöhen.

In Erkelenz sollen insgesamt 100 Arbeitsplätze für Behinderte entstehen, wobei 30 für Mehrfachbehinderte vorgesehen sind. Zudem werden 25 Arbeitsplätze für Betreuer geschaffen. Die Arbeitsplätze werden zusätzlich geschaffen, denn auch wenn einige der Arbeitnehmer aus Heinsberg nach Erkelenz wechseln, werden deren Stellen vor Ort von Nachrückern besetzt. Denn die Werkstätten der Lebenshilfe sind überfüllt. Im Jahr 2007 lag der Produktionsumsatz der Werkstatt für Behinderte in Heinsberg bei 3,3 Millionen Euro.

Die Behindertenwerkstatt wird aus zwei Hallengebäuden mit einer Gesamtfläche von rund 2200 Quadratmetern bestehen. Insgesamt wird der Bau rund 2,3 Millionen Euro kosten, von denen 80 Prozent vom Arbeits- und Sozialministerium des Landes, dem Landschaftsverband Rheinland und der Agentur für Arbeit übernommen werden.

Die restlichen 20 Prozent wird die Lebenshilfe Heinsberg selbst aufbringen, wobei sie jedoch auf Spenden angewiesen sein wird. Eine Spende der Kreissparkasse über 100.000 Euro konnte schon im Rathaus entgegen genommen werden: 30.000 Euro gehen an die Lebenshilfe, 70.000 an die Elfriede-Meyer-Stiftung.