Erkelenz-Immerath: „Neu für alt muss auch für Bürger gelten”

Erkelenz-Immerath : „Neu für alt muss auch für Bürger gelten”

Der Bürgerbeirat Immerath-Lützerath- Pesch hat mit großem Interesse die Mitteilung zur Kenntnis genommen, dass im laufenden Umsiedlungsverfahren erstmalig das Verursacherprinzip greift. So heißt es in einem Brief zum Thema Entschädigungsregelung, den die Mitglieder des Bürgerbeirates verschickt haben.

Adressaten sind unter anderem Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar, die Landtagsabgeordneten Dr. Gerd Hachen, Bernd Krückel, Ulla Meurer und Dr. Ruth Seidl sowie der Umsiedlungsbeauftrage Erwin Mathissen.

Der Bergbautreibende wurde vertraglich verpflichtet, die Kosten für die Neuerrichtung der Infrastruktur an den Umsiedlungsstandorten komplett zu übernehmen, erinnert der Bürgerbeirat. In diesem Zusammenhang fallen die Begriffe „Funktionsersatz” und „neu für alt”.

„Neu für alt, das ist auch eine Forderung des Bürgerbeirates, was die Regelung für die Entschädigung der Privatanwesen anbelangt!,” schreiben Gisela Berger und die weiteren Beitragsmitglieder. „Die zumutbare Eigenbeteiligung halten wir seit Bekanntwerden des Erkelenz-Vertrages für unzumutbar und haben dies immer wieder bekräftigt!”

Der Bürgerbeirat sieht nun erst recht den Zeitpunkt gekommen, im Zuge einer Gleichbehandlung der Forderung „neu für alt” weiteren Nachdruck zu verleihen. Die Beiratsmitglieder erwarten von allen Beteiligten in den zuständigen Behörden und politischen Gremien deren uneingeschränkte Unterstützung.

„Die Basis wurde für die betroffenen Kommunen geschaffen. Jetzt muss der Weg auch für die Umsiedler bereitet werden!”, lautet die Forderung an die Landesregierung und RWE Power.