Erkelenz: Neben stationärer auch ambulante Versorgung möglich

Erkelenz : Neben stationärer auch ambulante Versorgung möglich

Der Hospizdienst Regenbogen und der palliativ-pflegerischer Hausbetreuungsdienst arbeiten Hand in Hand bei der Sterbebegleitung.

Nur lobende Worte fanden Wolfgang Salz, Verwaltungsdirektor der Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz, und Dr. Titus Reinmuth, Vorsitzender des ambulanten Hospizdienstes Regenbogen mit Sitz in Wassenberg, als sie am Montag im Erkelenzer Krankenhaus eine erste Bilanz der Zusammenarbeit zwischen dem palliattiv-pflegerischen Hausbetreuungsdienst der Stiftung und dem Hospizdienst zogen. „Vor drei Jahren wurde die Versorgung schwer kranke und sterbender Patienten in weiten Teilen des Kreises Heinsberg aus eine völlig neue Basis gestellt”, berichtete Reinmuth: Im Januar 2007 schlossen die Stiftung und Regenbogen einen Kooperationsvertrag.

„Das Ambulante Plegezentrum der Stiftung und der Hospizdienst Regenbogen übernahmen damit eine Vorreiterrolle in Nordrhein-Westfalen”, so Reinmuth. Damals wurde die Grundlage geschaffen, neben der Arbeit des stationären Hospizes der Stiftung in Erkelenz auch eine ambulante hospizliche Versorgung in der Region anzubieten. Unter der Region verstehen Reinmuth und Salz die Städte Erkelenz und Hückelhoven. Eine Erweiterung ist nicht geplant. „Das ist von unseren Schwestern zeitlich nicht zu schaffen”, erläuterte Salz.

Im Bereich Heinsberg, Wassenberg und Waldfeucht betreibt Regenbogen eine Kooperation mit der Caritas. „Was unsere Zusammenarbeit auszeichnet, ist das gut ausgebildete Personal”, betonte Renate Bönnen, die Leiterin des ambulanten Pflegedienstes der Stiftung. „Wir verfügen über sechs Palliatic-care-Schwestern, obwohl das Gesetz nur vier vorschreibt.” Dadurch werde die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt.

Auch die Ehrenamtler vom Regenbogen profitieren davon, dass sie jederzeit Fachkräfte befragen können. Die symbolträchtige Arbeit Hand in Hand funktioniert so ausgezeichnet zum Wohle der Menschen. „Diese Kooperation hat sich in den letzten drei Jahre sehr bewährt. Insbesondere die psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der Betroffenen wurden angenommen, um ein begleitetes Sternen in der gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen”, meinte Reinmuth. Regenbogen habe im Wirkungsgebiet Erkelenz und Hückelhoven bislang 54 Sterbegleitungen und zwölf Trauerbegleitungen ermöglicht. Für die Kooperation mit dem Ambulanten Pflegezentrum stehen 16 geschulte Ehrenamtliche zur Verfügung.

Eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem stationären Hospiz betonte Hospiz-Leiterin Ulrike Clahsen. So komme es immer wieder einmal vor, dass Sterbende die häusliche Umgebung verlassen müssen und ins stationäre Hospiz wechseln. „Auch dann stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Regenbogen stets an ihrer Seite.”