Naturstrom für Flutgeschädigte

Naturstrom für Flutgeschädigte

Erkelenz (an-o) - Auch das Umweltkontor wollte sich an der Spendenaktion für Flutgeschädigte beteiligen. Leo Noethlichs überreichte dem Vorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Fritz Kuhn, am Donnerstag bei seinem Besuch in Erkelenz einen Scheck über 20.000 Kilowatt Naturstrom.

Geschäftsführer Noethlichs stellte dem Parteivorsitzenden die Firma vor, die mit ihrer Arbeit seit der Flutkatastrophe wieder stärker in den Focus gerückt ist. Durch die erneuerbare Energie seien inzwischen 120.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Das Umweltkontor verstehe sich mit seinen 180 Mitarbeitern als Ingenieur-, Finanz- und Serviceanbieter.

Stopp und Entsiegelung

Fritz Kuhn freute sich, eine junge Firma zu besuchen und wiederholte seine Feststellung, dass man auch mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben könne. Mit Blick auf die augenblicklichen Bemühungen, der Flutkatastrophe Herr zu werden, betonte er, nun müssten alle zusammen halten. Die beste Vorsorge sei Hochwasserschutz- und beste Klimapolitik.
Jeden Tag, so der Grünen-Chef weiter, würden 130 Hektar Fläche versiegelt. Er forderte deshalb einen Stopp und die Entsiegelung. Außerdem müssten die vorhandenen Überschwemmungsflächen und Auenwälder besser geschützt werden. Die Kohlendioxyd-Belastung müsse reduziert werden, um den Kindern und Kindeskindern eine Zukunft zu ermöglichen.

Neue Techniken

Das könne durch neue Techniken geschehen. Kuhn bekräftigte die Forderungen seiner Partei nach Energiesparverordnungen, Altbausanierungen, eine Fortsetzung der Ökosteuer und mehr Energieeffizienz.

Nach einem Rundgang durch das in Niedrigenergiebauweise errichtete Umweltkontor-Gebäude reiste Kuhn zum nächsten Termin nach Mönchengladbach.