Hückelhoven: Naturschützer empört: Kornweihe mit Schrotflinte abgeschossen

Hückelhoven : Naturschützer empört: Kornweihe mit Schrotflinte abgeschossen

Naturschützer sind schockiert: Ein unbekannter Täter hat bei Hückelhoven einen der seltensten Greifvögel Deutschlands, eine Kornweihe, abgeschossen.

Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord am Montag mitteilte, wurde der tote Vogel in der letzten Woche frischtot in der Feldflur zwischen Altmyhl und Gerderath von Mitarbeitern des Verbandes entdeckt.

„Bei der Untersuchung des Kadavers fiel uns eine Wunde im rechten Flügel des Tieres auf, die wir als Schussverletzung deuteten”, so der Komiteevorsitzende Heinz Schwarze. Eine Röntgenaufnahme bestätigte den Verdacht.

Der Vogel wurde mit einer Schrotflinte erlegt. Im linken Flügel und im Oberschenkel sitzen zwei Schrotkörner. Offensichtlich hat der Vogel noch längere Zeit mit dieser Verletzung gelebt, bis er schließlich qualvoll verendete, so die Vermutung der Vogelschützer.

Der aktuelle Abschuss im Kreis Heinsberg ist nach ihren Angaben der traurige Höhepunkt einer ganzen Serie von Greifvogelverfolgungen in der Region. Beim Kornweihenabschuss bei Altmyhl könnten Jäger die Hand im Spiel haben, darauf weist der Fundort in der Nähe jagdlicher Einrichtungen und die verwendete Muntion hin. Die Vogelschützer haben Anzeige wegen Jagdwilderei erstattet.