Mönchengladbach / Kreis Heinsberg: Naturparkplan findet breite Zustimmung

Mönchengladbach / Kreis Heinsberg : Naturparkplan findet breite Zustimmung

15 Monate Einsatz für den Naturpark Schwalm-Nette haben sich gelohnt: Die Verbandsversammlung hat den Naturparkplan „Vision 2020“ einstimmig beschlossen. Damit verfügt der Zweckverband, dem die Kreise Viersen, Heinsberg und Kleve sowie die Stadt Mönchengladbach angehören, im Jubiläumsjahr zu seinem 50-jährigen Bestehen ein Strategiekonzept, mit dem er die nächste Zeit erfolgsorientiert arbeiten kann.

„Wir haben den Naturparkplan in seiner Gesamtheit beschlossen. Konkrete Einzelmaßnahmen erfordern zu einem späteren Zeitpunkt Einzelbeschlüsse“, erklärte Dr. Ferdinand Schmitz, der Vorsitzende der Verbandsversammlung. Das Gremium tagte im NEW-Wasserwerk Helenabrunn in Mönchengladbach. Dort lag für die Verbandsmitglieder eine Zusammenfassung des 313 Seiten starken Pakets „Naturparkplan“ auf den Tischen.

„Damit haben Sie eine gute Richtschnur, anhand der Sie in den nächsten zehn Jahren nach vorne schauen und den Naturpark Schwalm-Nette zu einer Vorbildlandlandschaft entwickeln können“, sagte Christian Rast von der Freizeit- und Tourismusberatung ift, eine von drei Agenturen, die den Naturparkplan-Prozess begleitet haben. In drei Plenen, zwölf Workshops, sechs Lenkungsgruppensitzungen und zwei Dutzend Expertengesprächen sind seit Sommer 2014 vier Handlungsfelder erarbeitet worden: Regionalentwicklung, Natur- und Landschaftsschutz, Umweltbildung, Tourismus / Naherholung. Im Naturparkplan stehen zwölf Leit- und 38 Initialprojekte. Es geht dabei um Themen wie Regionalentwicklung (zum Beispiel Direktvermarktung einheimischer Qualitätsprodukte) oder Umweltbildung in Kindergärten. Auch das Thema „Naturpark-Tor“ taucht auf.

„Wir beschließen den Plan vom Grundsatz her, aber noch keine Folgeprojekte“, stellte Josef Nießen vom Kreis Heinsberg fest. Bei der späteren Priorisierung müsse der Blick auch auf die Kosten gerichtet werden. Otto Weber (Straelen) hob die „herausragende Einbindung der Öffentlichkeit“ hervor, der Naturparkplan werde von vielen Schultern getragen. Andreas Budde (Viersen) plädierte dafür, dass sich Schwalm-Nette nicht für die Naturparkschau 2018 bewirbt, weil die „Wandervolle Wasserwelt“ von 2012 noch präsent sei und der Zweckverband sich nicht übernehmen sollte. Budde: „Jetzt erneut eine Naturparkschau auszurichten, das wäre strategisch nicht sinnvoll.“ Dazu gab es allgemeine Zustimmung.

So soll es jetzt weitergehen mit dem Naturparkplan: Es wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die eine Prioritätenliste der aufgelisteten Projekte entwickelt. „Es wird einen Dauer-TOP auf unseren Versammlungen geben, und zwar Umsetzung des Naturparkplans“, versprach Vorsitzender Ferdinand Schmitz mit Blick auf zukünftige Tagesordnungen.

Der Naturparkplan soll in Kürze auf der Homepage des Naturparks Schwalm-Nette erscheinen, auch im Download. Informationen gibt es in der Naturpark-Geschäftsstelle unter Telefon 02162/81709408 oder per Mail an info@naturparkschwalm-nette.de.