Kreis Düren/Nordeifel: Naturpark Nordeifel: Jahresbericht vorgestellt

Kreis Düren/Nordeifel : Naturpark Nordeifel: Jahresbericht vorgestellt

Ein Stück Eifel gab es auch in der Zülpicher Börde: Mit einem Landschaftsgarten präsentierte sich der Naturpark Nordeifel im vergangenen Jahr auf der Landesgartenschau in Zülpich. „Ein besonderes Highlight“, waren sich der Vereinsvorsitzende Günter Schumacher, Vorstandsmitglied Hans Martin Steins und Geschäftsführer Lothar Gerhards bei der Vorstellung des Jahresberichtes einig.

„Wir hatten so viele Anrufe wie noch nie“, spricht Lothar Gerhards von einem „kleinen Indiz“ dafür, dass besonders bei vielen Gästen aus Köln, Bonn und Düsseldorf das Interesse an der Eifel geweckt wurde.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Vereins war in den vergangenen Monaten die Regionalentwicklung im Rahmen des EU-Förderprogramms „LEADER“. „Frei übersetzt steht die Abkürzung für Dorfentwicklung“, erklärt Günter Schumacher. Unter Leitung des Regionalmanagers Alexander Sobotta seien mehr als 1,6 Millionen Euro in der Region eingesetzt worden.

Das Car-Sharing-System „E-ifel“, bei dem unter anderem der Einsatz eines E-Autos (Gey) und mehrere E-Bikes (Nideggen) getestet wurde, habe „richtungsweisende Akzente“ gesetzt. „Wir haben uns auch für die nächste Runde des Förderprogramms beworben und eine Zusage erhalten“, sagte Lothar Gerhards. Etwa 3,1 Millionen Euro aus Brüssel werden in den kommenden acht Jahren für Projekte von Kommunen und privaten Gruppen im ländlichen Raum zur Verfügung stehen. Der Verein übernimmt dabei gebündelt viele organisatorische Dinge.

Seit vielen Jahren setzt sich der Naturpark Nordeifel für den Erhalt der typischen Flurhecken sowie der landschaftsprägenden Monschauer Hecken ein. In acht Gemeinden, die dem Naturpark angehören, wurden mit Hilfe von Fördergeldern des Landes NRW 54 Kilometer Hecken gepflegt. „Sie sind nicht nur ortsbild- und landschaftsprägend, sondern auch wichtige Verbindungselemente für Biotope“, erklärt Gerhards.

Erste Früchte trug aus Sicht des Vereins, der Naturschutz und Tourismus unter seinem Dach vereinen möchte, auch die Auszeichnung des Nationalparks Eifel als „Sternenpark“. Unter Federführung des Naturparkes kümmerten sich mehrere Einrichtungen um eine Fokussierung des Themas. Ziel ist der Schutz der „natürlichen Nacht“, des sternenklaren Nachthimmels, und eine Vermeidung/Verminderung von „Lichtverschmutzung“.

Das zieht nicht nur Touristen an, die den Sternenhimmel erleben möchten, sondern verbessert auch die Lebensbedingungen für nachtaktive Tiere. Der Verein berät beispielsweise Privatleute und Unternehmer, wie eine Umstellung auf energieeffizientere Systeme aussehen kann und sich „Lichtverschmutzung“ vermeiden lässt.

Großes Potenzial sieht der Verein noch beim „Gäste-Ticket“, mit dem Besucher kostenlos den ÖPNV nutzen können. Es sollen noch mehr Gastgeber gewonnen werden, die ihren Gästen gegen Zahlung eines Obolus‘ diese klimafreundliche Art der Fortbewegung ermöglichen.

Ein Angebot richtet sich auch an Vereine in den Mitgliedskommunen: Der Naturpark hat einen Fördertopf des Landes aufgetan, mit dem die „Erholung in der freien Natur“ gefördert werden kann. Dazu gehören beispielsweise die Einrichtung barrierefreier Angebote sowie die Unterhaltung von Wanderwegen und der Freizeit-Infrastruktur. „Die Kommunen sind in diesem Fall die Ansprechpartner für Vereine“, wirbt Lothar Gerhards dafür, einen Förderantrag einzureichen.

Abgeschlossen ist hingegen das Projekt „Kunst im Busch“. Der in den vergangenen Wochen von Künstlern geschaffene Skulpturen-Weg wird am Samstag, 22. August, um 14 Uhr in Heimbach, „Über Rur“, eröffnet. Gewinnspiel