Oberbruch: Namens-Tafeln und Buchstaben erinnern

Oberbruch : Namens-Tafeln und Buchstaben erinnern

Mit ihrer zweiten Auflage des Ortsringfestes sind die Oberbrucher Ortsvereine am Wochenende ihrem Ziel - der Neugestaltung des Ehrenmals - wieder ein großes Stück näher gekommen.

Unter reger Beteiligung nicht nur der insgesamt 30 zugehörigen Vereine und Gemeinschaften, sondern auch zahlreicher Besucher hat zumindest die finanzielle Umsetzung des Vorhabens klare Formen angenommen.

Nachdem bereits bei der Premiere des Ortsringfestes vor zwei Jahren der Erlös ausschließlich für das Oberbrucher Ehrenmal bestimmt war, nutzte der Ortsring nun das Wochenende und ging mit seinen 60 fleißigen Helfern erneut auf „Buchstaben-Kurs”.

Denn neben den sechs Namens-Tafeln aus Marmor, die die Namen der Gefallenen und Vermissten aus Oberbruch von 1914 bis 1947 tragen sollen, müssen auch die Buchstaben für die Namen der etwa 200 Kriegsopfer finanziert werden.

In begründeter Hoffnung, dass mit dem 2. Ortsringfest nun die finanzielle Seite des Vorhabens gesichert ist, wird sich der Vorstand um Inge Deußen, Betty Jütten, Dieter Jütten, Johannes Tillmanns, Toni Frenken, Hans-Peter Wallrafen, Almeida Fernandes, Helmut Frenken und Hans-Gerd Zoons nun wieder intensiv um die Grundstücksangelegenheiten kümmern.

So soll die Neugestaltung nicht nur die Ergänzung durch die sechs Marmortafeln mit sich bringen - vielmehr soll das im Oberbrucher Park stehende Ehrenmal auch einen neuen, zentralen Standort erhalten. Ortsring-Mitglieder und Oberbrucher Bürger stellen sich eine „Verpflanzung” des Ehrenmals in die Nähe der Pfarrkirche vor, genauer gesagt: auf die Fläche links vom Hauptportal.

In das Projekt mit eingeplant sind bereits zugesicherte Spenden, die erst dann zu fließen beginnen, wenn Konzept und Grundstücksfrage „stehen”.

Gerne nimmt der Oberbrucher Ortsring, gegründet im Jahre 1962, weitere Spenden entgegen und würde sich auch über den Kauf einzelner Buchstaben freuen, die mit 5 Euro zu Buche schlagen.

Zurück zum 2. Ortsringfest, das sich über zwei Tage erstreckte. Am Sonntagmorgen stand eine Heilige Messe an, die von den Pfarrern Hubert Müllers und Joachim Lyhs gehalten wurde.

So wie der Samstag mit einem gemütlichen Beisammensein endete, setzte sich das Fest nach der Messe mit einem Frühschoppen fort und wurde musikalisch tatkräftig unterstützt durch die „Brööker” und die „HS-Band” sowie durch das Jugendheim „Ulli Elch”, das an beiden Tagen stimmungsfördernde Scheiben auflegte.

Des weiteren möbelten die „Mattenflitzer” vom Oberbrucher Fitness-Center „Sprungturm” das Fest sportlich auf, ehe bei Kaffee und Kuchen wieder kräftig geschlemmt wurde. Neben der obligatorischen Kinderbelustigung rundete eine Tombola das Fest ab und bescherte den Loskäufern einige interessante Preise.