Erkelenz: Nach zehn Jahren vor dem Meisterstück

Erkelenz : Nach zehn Jahren vor dem Meisterstück

Geburtstag feiert am Montag die Grundstücks- und Entwicklungs-Gesellschaft der Stadt Erkelenz, kurz GEE genannt. Auf den Tag genau vor zehn Jahren wurde die GEE von ihren Gründungsvätern, dem damaligen Beigeordneten Dr. Michael Schmitz und dem immer noch tätigen Kämmer Joseph Grün nach einem Beschluss des Stadtrates aus der Taufe gehoben.

Nicht ohne Grund kam es zu der damaligen Entscheidung, wie Gottfried Schmitzler, der Prokurist der GEE, erläutert: Es gab zu wenige baureife Grundstücke in der Stadt Erkelenz und die vorhandenen wurden von den Alteigentümern oft für eigene Planungen zurückgehalten.

Die Erschließungs- und Wohnfolgekosten für Neubaugebiete belasteten die städtischen Hhaushalte und damit die Allgemeinheit, derweil die mit einer Beplanung und Erschließung verbundenen Werttsteigerung beim alten Grundstückseigentümer blieb. Oft war der Kauf eines Baugrundstückes nur über einen Bauträger bei gleichzeitiger Verpflichtung zur Errichtung eines schlüsselfertigen Hauses möglich. Die Folge war eine überdurchschnittliche Steigerung der Baulandpreise.

Die Stadt Erkelenz sah sich zum Handeln veranlasst, erwarb durch die gegründete GEE benötigte Grundstücke, ließ sie durch die GEE erschließen und mit der erforderlichen Infrastruktur versehen und anschließend veräußern. So gelang es, den Quadratmeterpreis deutlich zu senken und Grundstücke für junge Familien attraktiv zu machen. „Nach zehn Jahren Arbeit kann festgestellt werden, dass die bei der Gründung angestrebten Ziele erreicht wurden und die GEE mittlerweile rund 520 Grundstücke entwickelt hat”, sagte Schnitzler, der die ersten zehn jahre der GEE in einer Broschüre dokumentiert hat.

Nachdem die GEE zunächst zehn kleinere und mittelgroße Projekte entwickelt hat mit sechs bis 53 Baugrundstücken, steht sie derzeit mitten in ihrem Meisterstück: als westliche Erweiterung des Stadtkerns über die B57 hinaus entsteht das Oerather Mühlenfeld. Noch bis vor wenigen jahren als Ackerland genutzt, entstehen seit 2003 in drei Bauabschnitten rund 300 Grundstücke auf einer Fläche von 30 Hektar.