Herzogenrath: Nach Asbestfund: Messungen auch im Gymnasium

Herzogenrath : Nach Asbestfund: Messungen auch im Gymnasium

Nach dem Fund von asbesthaltigem Material im benachbarten Berufskolleg der Städteregion will die Stadt Herzogenrath im Gymnasium ebenfalls Luftmessungen vornehmen. „Bereits am kommenden Montag wird das beauftragte Unternehmen die Arbeit aufnehmen“, erklärte der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda im Gespräch mit unserer Zeitung.

Zwar gehe die Verwaltung davon aus, dass es keine auffälligen Werte geben wird. „Denn im Gegensatz zum Berufskolleg findet bei uns derzeit keine Sanierung statt, es können also auch keine Schadstoffe freigesetzt worden sein“, betont Migenda. Gleichwohl wolle man auf Nummer sicher gehen und mit den Messungen eine Gefährdung ausschließen. Eine Sperrung, wie von der Städteregion vorgenommen, wird es nicht geben.

Im Berufskolleg waren im Zuge von Brandschutzarbeiten insgesamt drei Dehnfugen geöffnet worden, die bis dato versiegelten Asbest beinhalteten. Bei daraufhin veranlassten Untersuchungen war ein Asbestgehalt der Luft von bis zu 625 Fasern pro Kubikmeter festgestellt worden.

Dass auch im Gymnasium, das zeitgleich mit dem Berufskolleg gebaut und gemeinsam mit diesem im August 1984 eingeweiht worden war, Asbest verbaut worden ist, kann Migenda nach eigenem Bekunden nicht ausschließen. „Es müsste aber gebunden sein, falls es tatsächlich vorhanden ist.“

Das freilich könnte sich ändern, wenn auch in der städtischen Einrichtung demnächst Modernisierungen in Sachen Brandschutz fällig werden. Die noch für dieses Jahr geplanten Arbeiten an der Decke des Foyers werden jedenfalls bis auf weiteres zurückgestellt. Priorität dürfte stattdessen die Überprüfung der Brandschutzstandards genießen. Zwar habe es, das betont der Beigeordnete, sukzessive und im laufenden Geschäft der Verwaltung immer wieder Anpassungen gegeben. „Größere Maßnahmen sind mir aber nicht bekannt.“

Im Haushalt seien deshalb „erhebliche Mittel“ für eine „ganzheitliche brandschutztechnische Betrachtung“ eingestellt. Aus dieser werde dann ein neues Brandschutzkonzept resultieren. „Mit Maßnahmen, die benannt und priorisiert werden“, so Migenda. „Und dabei kann es sich auch um größere Maßnahmen handeln.“ Gut möglich also, dass demnächst auch auf die Stadt Herzogenrath erhebliche Kosten für die Sanierung zukommen werden.