Kreis Heinsberg: Nabu sucht nach Spuren des Bibers im Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg : Nabu sucht nach Spuren des Bibers im Kreis Heinsberg

Heimlich, still und leise, aber keineswegs unauffällig ist ein alter Bekannter in den Kreis Heinsberg zurückgekehrt: der Biber. Vor über 130 Jahren wurde er durch Übernutzung in Nordrhein-Westfalen ausgerottet.

Neben dem heißbegehrten warmen und daher sehr teuren Fell war auch das Castoreum oder Bibergeil gefragt, das Verwendung in der traditionellen Medizin fand. Biber dienten aber auch als Fastenspeise, da sie aufgrund ihres beschuppten Schwanzes von der Kirche als Fische eingestuft wurden.

In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden vom Forstamt im Hürtgenwald in der Eifel zwölf Biber ausgesetzt, die sich erst langsam und dann zunehmend vermehrt und rurabwärts ausgebreitet haben.

Inzwischen hat der Biber auch den Kreis Heinsberg erreicht, was aufmerksamen Beobachtern kaum entgangen sein dürfte. Nagespuren und gefällte Bäume kann man an vielen Stellen entlang der Rur beobachten, wie etwa südlich des Adolfosees bei Ratheim, aber auch an der Wurm im Naherholungsgebiet Übach-Palenberg. Gerade an der Wurm fehlen über größere Strecken noch Nachweise von Biberaktivitäten.

Daher bitte der Nabu-Kreisverband Heinsberg um die Meldung von Bibernagespuren und von durch Biber gefällte Bäume. Sie sind an dem charakteristischen sanduhrförmigen Einschnitt gut zu erkennen.

Meldungen zu Bibern bitte an den Nabu Heinsberg, nabuheinsberg@aol.com oder unter 02431/8060962. Dort werden auch gerne Fragen zum Biber und zu anderen Naturschutzthemen beantwortet.