Aachen: Na also: Nachwuchs setzt die Städteregion unter Dampf

Aachen : Na also: Nachwuchs setzt die Städteregion unter Dampf

Der elfjährige Pascal muss nur langsam in die Pedale treten, um die Energiesparlampe zum Leuchten zu bringen. Richtig ins Schwitzen kommt er erst bei dem Versuch, genug Strom zu erzeugen, damit das Radio anfängt, die CD abzuspielen.

Er und viele andere Kinder aus Stadt und Kreis Aachen hatten beim ersten Familientag in der Städteregion die Möglichkeit, Neues zu entdecken und Abenteuer zu erleben.

Im Stawag-Energiehaus etwa wurde das Thema Stromerzeugung auf anschauliche Weise erklärt. Heidi Zimmermann von der Stawag: „Ziel ist es, Schüler über den sicheren Umgang mit Strom zu informieren und bei ihnen ein Bewusstsein für die verantwortvolle Nutzung der Ressourcen zu wecken.”

Auf dem Energiefahrrad brachten die Kinder so mit Muskelkraft eine Energiesparlampe und einen Halogenstrahler zum Leuchten. Danach setzten sie einen Radiorecorder mit CD-Player in Betrieb. Laut Zimmermann soll dies verdeutlichen, „dass für den Radiorecorder weitaus mehr Energie aufgebracht werden muss dass Stromerzeugung im Grunde Energieumwandlung ist.”

An anderen Stationen lernten die Kinder spielerisch, wie ein Stromkreis funktioniert und wie der Strom vom Kraftwerk in die Steckdose kommt.

Ganz viel Aufmerksamkeit zog die Dampfturbine auf sich, die wie ein Mini-Wärmekraftwerk funktioniert: In einem kleinen Kessel wird Wasser erhitzt und mit dem Dampf eine Turbine in Gang gesetzt, die wiederum einen Generator antreibt, in dem Strom entsteht. Den sicheren Umgang mit Strom erklärte Zimmermann anhand eines Sicherungskastens.

Im Haus der Euro-Jugend war dann etwas mehr Action angesagt. Das Kinder- und Jugendforum für Freizeit, Ferien, Bildung und Begegnung bietet Nachmittagsbetreuung und lädt zu Wochenend- und Feriencamps. Diesmal konnten sich die Kinder an einer sechs Meter hohen Kletterwand ausprobieren.

„Hier können sie ihre Grenzen testen und dabei vielleicht noch etwas über sich hinauswachsen. Beim Abseilen lernen sie, sich einfach mal fallen zu lassen und dem anderen zu vertrauen”, erklärte Basili Stergiopoulos von der Euro-Jugend. In der Küche bereiteten die kleinen Besucher derweil mit ihren Eltern Pizzabrötchen und Rohkost zu.

Über sich hinauswachsen konnten sie auch im Künstleratelier, indem sie ihre eigenen Postkarten gestalteten. Die Kinder schlüpften in verschiedene Rollen, wurden geschminkt und konnten sich kostümiert fotografieren lassen. Zudem bestand per Fotomontage die Möglichkeit, mit 20 Bällen zu jonglieren oder im Handstand Einrad zu fahren.

Um bei all der Action einen Ruhepol zu haben, reichten die Mitarbeiter im Bistro kleine Snacks und Getränke. Dabei sollte das Elterncafé als Treffpunkt genutzt werden, um gerade beim Nachwuchs auch den kulturellen Austausch in Sachen neues Wir-Gefühl in der Region anzuregen.