Wassenberg-Steinkirchen: Musik lässt die Kunst nicht kalt

Wassenberg-Steinkirchen : Musik lässt die Kunst nicht kalt

In einem halbjährigen interdisziplinären Workshop haben sich die Kunstschaffenden, Professor Hubert Minkenberg (Hückelhoven), Beili Zhou (Wassenberg) und Gerd Jäger (Heinsberg), mit der Frage der Beeinflussbarkeit von Kunst befasst.

Die Ergebnisse wurde bei einer gut besuchten Matinee unter dem Arbeitstitel „Stummer Dialog” in St. Martinus vorgestellt. Obwohl der Heinsberger Skulpteur Jäger von sich bekannte, nicht „beeinflusst” gewesen zu sein, stellte sich im Ergebnis heraus, dass Kunst generell sehr unter dem Einfluss von Außeneindruck, Raum und Zeit steht. Daraus leitet sich die Frage ab, in wieweit Kunst mit W-Fragen (wo, wie...) näher gedeutet werden kann.

Der Hückelhovener Musikprofessor Minkenberg, der seit 30 Jahren für Film und Fernsehen komponiert, schickte seinen „Kontrahenten” im Frühjahr ein eingängiges Musikstück zu mit der Aufforderung, es bei ihrem Tun auf sich wirken zu lassen. In progress tauschte man sich wiederholt aus.

Für die aus China stammende Beili Zhou war es keine Frage, dabei in einen sehr einflussreichen Prozess zu kommen. Sie hat immer schon stark unter dem Einfluss von Musik gestanden. Ihre minimalistischen Aktzeichnungen und Farbstricheleien im Stile Klees zeugten von diesem Dialog. Minkenberg veranlasste Zhou zu Installationen in Blau, Gelb, Rot, wobei auch der Kirchenraum und die Architektur eine große Rolle spielten.