Erkelenz: „MüllEimer” als eine Art „Hauptperson”

Erkelenz : „MüllEimer” als eine Art „Hauptperson”

„. . . und MüllEimer” lautet der Titel einer Ausstellung von Schülerarbeiten im Atrium des Cusanus-Gymnasiums.

<

p class="text">

Mit diesem ungewöhnlichen Titel wollen die „Künstler” auf eine Präsentation von Arbeiten aus dem Kunstunterricht neugierig machen, die sie unter der Leitung ihres Kunstlehrers Karl-Heinz Laufs in verschiedenen Kunstkursen der Oberstufe angefertigt haben.

Die vielen unterschiedlichn Werke reichen von Malereien und Fotografien bis hin zu Plastiken und Objekten passend zum Thema: „Die Darstellung von Alltagsgegenständen in der Kunst”.

Die im Titel der Ausstellung angesprochenen Mülleimer, die im Schulalltag abseits in den Ecken stehen und sonst nur in ihrer Funktion betrachtet werden, treten dem Besucher im Atrium nun als eine Art „Hauptpersonen” in naturalistischen Malereien gegenüber.

Mit Gegenstandsverfremdungen ganz anderer Art befassen sich die Acrylmalereien, die sich an Werken des Düsseldorfer Künstlers Konrad Klappheck anlehnen: Lea Kloß etwa hat eine Kolben-Fußpumpe in ein feingliedriges Reptil verwandelt.

Interessant anzusehen ist auch eine in einem Grundkrus entstandene Bildserie: „Das ist keine Glühlampe” oder „Das ist keine Brille” steht auf französisch in großen Lettern unter den Malereien.

Die großformatigen Fotografien, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind, sind dagegen auf den ersten Blick für den Besucher nicht zugänglich. Sie werfen vielmehr Fragen auf. Die dargestellten Gegenstände lassen sich nicht auf Anhieb zuordnen.

Sie regen daher immer wieder zu angeregten Diskussionen an, bis schließlich jemand beispielsweise eine übergroß dargestellte Kreisform ganz stolz als Rad eines Rollerskates identifizieren kann.

Zu den vielseitigen Kunstwerken zählen neben Malereien und Fotografien auch Objekte, die auf Sockeln im Atrium präsentiert werden.

Die Demontagen, die ein Kunstleistungskurs angefertigt hat, erregen dabei besonders große Aufmerksamkeit: Bekannte Gegenstände, wie ein Bügeleisen oder eine Videokassette, wurden in ihre Einzelteile zerlegt, nach plastischen Gesichtspunkten neu kombiniert und durch Sprühlack wieder zu einem Ganzen optisch zusammengefügt.