Kreis Heinsberg: Motto: „Energieschub für mehr Leistung“

Kreis Heinsberg : Motto: „Energieschub für mehr Leistung“

„Energieschub für mehr Leistung“: Unter diesem Motto steht die 14. Auflage von „AC² — die Wachstumsinitiative“, für die Landrat Stephan Pusch am Mittwoch bei einem Pressegespräch in den Räumen der Ene‘t GmbH in Hückelhoven die Werbetrommel gerührt hat.

Die Entwicklung der heimischen Unternehmen bereite durchaus Freude, stellte der Landrat fest und verwies darauf, dass Heinsberg einer der am dynamischsten wachsenden Kreise in Nordrhein-Westfalen sei; zudem seien auch die Arbeitslosenzahlen auf einem niedrigen Stand.

Mit Blick auf Nachrichten aus dem Ruhrgebiet, wo mehr finanzielle Unterstützung für den Strukturwandel gefordert werde, merkte der Landrat an, dass es nicht nur darum gehe, viel Geld in die Hand zu nehmen, man müsse auch pfiffige Ideen haben. Die Wachstumsinitiative bezeichnete er als ein Musterbeispiel, wie Unternehmer und Gründer zu motivieren seien. Sie trage zu einer guten Geschäftsentwicklung bei, indem sie strategische Überlegungen und strukturiertes Handeln unterstütze. So sei sein gut gemeinter Appell wieder an alle Unternehmer und Gründungswilligen gerichtet, dieses „beispielhafte Projekt“ zu nutzen.

Die Gründer-Region Aachen zeichnet federführend für AC² verantwortlich; zu den 13 Trägern gehören unter anderem Handwerkskammer sowie Industrie- und Handelskammer, der Kreis Heinsberg, Sparkassen sowie Volksbanken und Raiffeisenbanken. Es gehe bei AC² auch um die Stärkung des Wirtschaftsraumes, erklärte Iris Wilhelmi, die stellvertretende Geschäftsführerin der Gründer-Region.

Bisher hätten an der Wachstumsinitiative insgesamt 492 kleine und mittelständische Unternehmen teilgenommen. Die Umsetzung der ausformulierten Wachstumspläne habe zur Schaffung von mindestens 1400 neuen Arbeitsplätzen geführt. Aus dem Kreis Heinsberg hätten sich bislang 92 Unternehmen beteiligt, 46 hätten auch einen Wachstumsplan erstellt, 26 seien nominiert und acht als Preisträger ausgezeichnet worden; wobei für LBBZ Laser Bearbeitungs- und Beratungszentrum NRW (Geilenkirchen) und Tiskens Steuerungs- und Antriebstechnik GmbH & Co. KG (Wegberg) sogar erste Ränge heraussprangen.

Doch wichtiger als die Preise (5000 Euro für den Erstplatzierten, 2500 Euro für den Zweiten und 1000 Euro für den Dritten) sind nach Ansicht der Initiatoren die Vorteile, die das Programm allen Teilnehmern biete: drei kostenlose Beratertage zur Erarbeitung eines Wachstumsplans, sechs Wachstumsabende mit Fachleuten, zwei Veranstaltungen zum Thema Innovation, Kontakte im Netzwerk und zwei unabhängige Gutachten zum Wachstumsplan.

Von seinen positiven Erfahrungen mit einer Teilnahme an „AC² — die Wachstumsinitiative“ berichtete Guido Randerath, Geschäftsführer der Elteba Elektrotechnik-Elektrobau GmbH & Co. KG (Heinsberg). Die Initiative mit ihrem umfassenden Angebot zur professionellen Beratung, aber auch mit ihrem hilfreichen, leichten und konstanten Druck sei „ein großer Baustein“ gewesen für die positive Entwicklung des Unternehmens — beim Aufbau einer flexiblen Serienfertigung. Er sei überredet oder, besser gesagt, motiviert worden zur Teilnahme. Oft fehle ja die Zeit, um sich mit Wachstumsideen eingehender zu befassen. Es sei aber „eine Arbeit, die sich lohnt“, stellte er im Rückblick fest.

„Gespannt auf die Ideen“, die bei „AC² — die Wachstumsinitiative“präsentiert werden, ist insbesondere Peter Martin Schroer, Geschäftsführer der Hückelhovener Ene‘t GmbH. Er gehört zur neunköpfigen Jury, welche die Wachstumspläne unter die Lupe nehmen wird.

(disch)