"Monddusche" zum Jubiläum

"Monddusche" zum Jubiläum

Erkelenz (an-o/hewi) - Der Erkelenzer Kunstverein feierte seinen fünften Geburtstag mit einer Ausstellung des in Erkelenz lebenden und arbeitenden Künstlers Heinz Delabar.

Der längst über die regionalen Grenzen hinaus bekannte Künstler enthüllte zur Eröffnung der Ausstellung gemeinsam mit dem Erkelenzer Bürgermeister Erwin Mathissen vor dem Gebäude des Kunstvereins eine Metallskulptur.

Der stilisierte überlebensgroße Frauenkörper eröffnete den Besuchern die Themenwelt der ausgestellten Werke. Unter dem Titel "Monddusche" hat sich Delabar der auf Folie dargestellten lebensgroßen Frauenkörper bedient, um der kraftvollen Wirkung von Farben und Bewegung Ausdruck zu verleihen. Dabei sieht er den Mond als durchaus weibliche Kraft an, durch dessen Einfluss die dargestellten Körper an Kraft und erotischer Lebendigkeit gewinnen. Die ausgestellten Exponate spiegeln darüber hinaus die malerische Spontaneität des Schaffensprozesses wider.

Gesellschaftliche Bedeutung

Bürgermeister Mathissen hob in seiner Rede die besondere gesellschaftliche Bedeutung der Kunst hervor und verglich die Aufgaben des Künstlern mit denen des Politikers: "Erfolg hat nur, wer die Menschen wirklich erreicht. Mit verständlichen Aussagen und neuen Ideen." Diesen Erfolg wünsche er dem Kunstverein auch weiterhin. Der Einladung des Kunstvereins sei er gerne gefolgt, schließlich könne er nicht oft "aus beruflichen Gründen öffentlich eine Frau enthüllen".

Der vor fünf Jahren in einem Hinterhofatelier auf der Brückstraße gegründete Verein hat heute über 30 aktive Mitglieder und eine regelrechte "Erfolgsgeschichte" hinter sich. Als "besonderes Glück" bezeichnet Gründungs- und Vorstandsmitglied Ute Hollendung den Umzug in ein Gebäude der Firma Wirth an der Kölner Straße, in dem der Verein heute einige großzügig geschnittene Räume nutzen kann.
Durch diese Möglichkeit konnte die Arbeit des Vereins noch forciert werden. Neben der bildenden Kunst umfasst das Engagement heute auch Musik und Literatur. Die literarischen Aktivitäten des Vereins werden von der Autorin Gabi Botz geleitet, im musikalischen Bereich gibt Querflötist Jürgen Heutz den Ton an.

Neben regelmäßigen Ausstellungen und Lesungen gehört auch der ungezwungene "Kaffeeklatsch" jeden ersten Sonntag im Monat zum festen Programm des Vereins. Die Ausstellung "Monddusche" geht noch bis Ende Juni.