Geilenkirchen/Heinsberg: Möbel im Internet verkauft, kassiert, aber nicht geliefert

Geilenkirchen/Heinsberg : Möbel im Internet verkauft, kassiert, aber nicht geliefert

Pech und, wie auch sein Verteidiger Rechtsanwalt Erven meinte, ein Handeln „ins Blaue hinein” brachten einen 35-Jährigen aus Heinsberg am Dienstag vor das Schöffengericht.

Dem gelernten Elektroinstallateur, der seit 2006 in Heinsberg ein Einrichtungsgeschäft besitzt und auch führt, wurden 17 Betrugsdelikte und viermal Unterschlagung von Arbeitsentgelten und Sozialversicherungsbeiträgen vorgeworfen.

Zum letztgenannten Anklagepunkt führte der Mann Zahlungsschwierigkeiten seiner GmbH an, die aber inzwischen überwunden seien. Hinsichtlich der Hauptanklage soll der Familienvater, so die Anklageschrift, gewerbsmäßig gehandelt haben.

Letzteres konnte er nach einem gemeinsamen Gespräch mit dem vorsitzenden Richter, Amtsgerichtsdirektor Anselm Pütz, und Staatsanwalt Bäcker aber ausräumen. Vielmehr sei es eine unglückliche Kombination von Lieferschwierigkeiten seitens des Herstellers und durch daraus resultierenden Zahlungsschwierigkeiten seiner Firma zu den Betrugsvorwürfen gekommen.