Erkelenz: Modellprojekt geplant

Erkelenz : Modellprojekt geplant

Josef Bock ist auf der Suche nach kleinen Wohnungen. „Kreisweit ist der Markt für bezahlbare Singlewohnungen leer gefegt.” Viele seiner Zöglinge wollen nicht in ein Haus für betreutes Wohnen ziehen, sie möchten gerne in „normalen” Wohnlagen heimisch werden, sagt der Leiter der Ambulanten Dienste der Lebenshilfe.

„Dem Grundgedanke ambulant vor stationär wird man nicht mehr gerecht”, bedauert Bock.

Doch nicht nur an den üblichen Wohnungen mangelt es. Die Lebenshilfe braucht auch Wohnungen für betreutes Wohnen. Speziell in Erkelenz hat sie großen Bedarf. Vor fast einem Jahr gab es das erste Projekt an der Schülergasse, das mit einem ersten Spatenstich vorgestellt wurde. Doch ist seitdem nichts geschehen.

Es hätten sich zwischenzeitlich juristische und statische Probleme ergeben. Sie seien aber ausgeräumt, jetzt fehle nur noch eine neue Baugenehmigung der Stadt Erkelenz, erläutert Bock. Er ist zuversichtlich, dass an der Schülergasse auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Zum Schwan, der Geburtsstätte der Lebenshilfe, bald gebaut werden kann.

Optimistisch blickt Bock auch auf das zweite Projekt in Erkelenz an der Ecke Südpromenade / Wilhelmstraße. Das Gelände wurde inzwischen gerodet, liegt wie leer gefegt in der Innenstadt und wartet auf seine Bebauung. Es werden nach Einschätzung von Bock wohl noch einige Wochen verstreichen, bis die Bagger anrollen.

Noch fehle eine Genehmigung für Fördermittel. Erst wenn sie vorliegt, will Bock öffentlich verkünden, wie viele Wohnungen für betreutes Wohnen die Lebenshilfe dank eines Investors dort in 19 Monaten errichten will. Fast ein Jahr lang wurde an dem Projekt planerisch gearbeitet. „Jetzt wollen wir ein Modellprojekt schaffen, das es in Nordrhein-Westfalen in dieser Form noch nicht gibt.