Waldfeucht: Mobile Mosterei macht Halt in Waldfeucht

Waldfeucht : Mobile Mosterei macht Halt in Waldfeucht

Das Leader-Projekt „Regionale Wertschöpfungskette Streuobst”, das vom LAG-Regionalmanagement und der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath gemeinsam organisiert wurde, fand großen Anklang in der Bevölkerung, so dass Udo Rapp mit seiner „Mobilen Mosterei” erst spät abends den Weg nach Hause antreten konnte.

Das Projekt möchte zum einen Menschen für Streuobstwiesen begeistern, um so den Fortbestand der Streuobstwiesen zu sichern, und zum anderen Obsternten sinnvoll nutzen.

Letzteres nahm sich auch Ernst Philippen aus Schümm zu Herzen, normalerweise hat er die Post der Ortschaft Saeffelen im Gepäck, diesmal aber hatte er im Vorfeld mehr als 200 Kilogramm heimische Äpfel gepflückt und diese nach Waldfeucht zum Hof der Familie Josef und Maria Schmitz transportiert, um hinterher 123 Liter feinsten Apfelsaft, abgefüllt in Fünf-Liter-Behältern, mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Nicht nur er hatte helle Freude dieser Aktion, sondern auch Tochter Dana und ihre Freundinnen Anna und Marie, denn sie waren verantwortlich dafür, dass der Nachschub an Äpfeln für die Obstpresse funktionierte - wobei natürlich auch eine kleine Kostprobe Apfelsaft direkt vom Zapfhahn genommen werden durfte. Nachmittags stand sogar eine altertümliche Handpresse für die Kinder bereit, die eine Menge Spaß, aber auch literweise Apfelsaft bereitete.

Strahlende Gesichter gab es auch bei den beiden Bürgermeistern der Gemeinden Selfkant und Waldfeucht, denn Herbert Corsten und Heinz-Josef Schrammen lobten dieses Projekt in gleichem Maße, nicht zuletzt wegen des tollen Ambientes auf dem Hof der Familie Schmitz in Waldfeucht. Auch die Regionalmanagerin Vera Lauber freute es, dass die Aktion auf solch große Resonanz stieß. Sie hielt ihre Eindrücke mit der Kamera fest.

Doch auch die Besucher konnten miterleben, wie das Obst automatisch gewaschen, kernschonend gemahlen, siebbandgepresst und nach kurzer Erhitzung mittels Flüssiggas vitaminschonend haltbar gemacht wurde, um dann in Saftboxen von 3,5 oder zehn Litern abgefüllt zu werden.

Sicherlich füllte die Aktion auch den Geldbeutel von Udo Rupp von der Mettmanner Mosterei, doch es war für den Mann an der Obstpresse ein Nachmittag ohne Pause. „Im nächsten Jahr können vielleicht weitere Termine vereinbart werden, damit ich nicht wieder unentwegt bis in den Abend hinein pressen muss”, meinte Udo Rupp mit einem verschmitzten Lächeln.