Heinsberg-Oberbruch: Mitarbeiter spüren, dass sie begehrt sind

Heinsberg-Oberbruch : Mitarbeiter spüren, dass sie begehrt sind

Rechtsanwalt Jörg Zumbaum aus Düren scheint mit der momentanen Situation rund um den insolventen Granulat- und Kunstfaserhersteller Kuag Elana im Industriepark Oberbruch recht zufrieden zu sein.

146 der zuletzt noch 164 Mitarbeiter hätten sich für einen Eintritt in die Qualifizierungsgesellschaft entschieden. Und für einen Großteil sehe es auch danach gar nicht so schlecht aus. Grund dieser Zuversicht ist nicht zuletzt, dass der Vertrag mit der indischen Unternehmensgruppe Zoom mittlerweile unter Dach und Fach ist. Die Polykondensation werde daher nach einer technischen Umstrukturierung in rund 18 Monaten wieder ihre Produktion aufnehmen, meint Zumbaum. Schon jetzt zeichne sich ab, dass der neue Betreiber wohl mehr Mitarbeiter benötigen werde als angenommen.

Sei ursprünglich von 60 Mitarbeitern die Rede gewesen, so stünden jetzt schon 80 im Raum. Es mache sich bei den Zoom-Verantwortlichen gar schon eine gewisse Befürchtung breit, am Ende gar nicht mehr genügend Mitarbeiter in der Qualifizierungsgesellschaft vorzufinden, da auch immer wieder Mitarbeiter an andere Firmen vermittelt würden. Für die Psyche der Kollegen sei dies eine gute Entwicklung. „Sie spüren, dass sie begehrt sind.”

In der nächsten Woche wird Zumbaum mit Jakob Wöllenweber, Vorstand er Nuon Heinsberg, einem der wichtigsten Gläubiger, sowie Kuag-Betriebsratschef Bruno Pigorsch nach Frankreich reisen. Dort sitzt mit einem strategischen Investor ein Interessent für die Spinnerei, dem zweiten Standbein der Kuag Elana.