Kreis_heinsberg: Mit neuer Chance und neuem Coach: Der SV Merbeck

Kreis_heinsberg : Mit neuer Chance und neuem Coach: Der SV Merbeck

Der SV Merbeck war für gut eine Woche D-Ligist. Als quotenschlechtester Tabellenelfter der Kreisliga C hätte er den Weg nach unten antreten müssen. Doch der nachträgliche Aufstieg des VfJ Ratheim in die Bezirksliga bewirkte auch, dass die Merbecker ihren Platz in der Kreisliga C halten konnten.

Trainer Gerd Hendricks hatte die Ursache für den Fast-Abstieg in den eigenen Reihen ausgemacht. „In der Wintervorbereitung hat die Mannschaft nicht richtig mitgezogen“, sagte er. „Der Saft fehlte“, so der Trainer. Teilweise hatte man auch unglücklich verloren. „Zudem wurden die Punkte, die wir gegen Schaufenberg geholt hatten, abgezogen“, sagt Hendricks.

Die Schaufenberger hatten ihre Mannschaft zurückgezogen. 19 Spieler umfasste der kleine Kader. Gleich in der dritten Partie gegen den späteren Aufsteiger Dynamo Erkelenz hatten sich vier Spieler verletzt. Große Veränderungen gibt es nicht. Ekrem Günzeler (38) wechselt zu einem Mönchengladbacher Verein. Die Merbecker hatten Martin Terporten und Michael Paulsen reaktiviert. Beide haben auch signalisiert weiterzumachen.

Ein neuer Spieler dürfte hinzukommen. Man müsse aber sehen, in welcher Stadt er seinen Studienplatz bekomme, gibt der Trainer zu bedenken. Zugänge könnten auch noch vom Freizeitverein Apollo Lüttelforst kommen. Hendricks hat seinen Spielern erst einmal viel Ruhe gegönnt. Am 24. Juli bittet er zum ersten Training. Drei Tage später ist der SVM schon in der Qualifiktion zum Kreispokal gegen Germania Hilfarth gefordert. Saisoneröffnung feiert man am 4. August, und am 25. August sind die Merbecker bei der Saisoneröffnung des SV Klinkum zu Gast. Dort war Gerd Hendricks auch jahrelang als Torwarttrainer tätig.

Ein halbes Jahr hat er die Tätigkeit parallel zum Traineramt in Merbeck ausgeübt. Das war aber auf Dauer zuviel. Hendricks hält die C-Liga-Gruppe mit gleich sieben ersten Mannschaften für sehr ausgeglichen. „Das ist schon eine kleine B-Liga“, stellt er mit einem Blick in die Vergangenheit mancher Mitstreitermannschaft fest. Ein Ziel ist zunächst der Klassenerhalt. „Wenn alle mitziehen und die Grundkondition erarbeiten, können wir einen guten Mittelfeldplatz erreichen“, ist der Trainer überzeugt. Verletzungen kann man auch nicht brauchen.

Den Spielern kommt man auch insofern entgegen, als die Heimspiele in dieser Saison am Freitag ausgetragen werden. „Das Problem ist der Aschenplatz“, sieht der Trainer in Sachen neue Spieler einen Standortnachteil. Derzeit gebe es Überlegungen, den Aschenplatz in einen Rasenplatz umzuwandeln. Vorbild ist da die DJK Oberkrüchten. Man sei im Austausch mit der Stadt, der der Platz gehört.

RW Braunsrath geht mit einem neuen Trainer in die neue Saison. Deiko Coralic ist Nachfolger von Heinz-Detlef Rump, der die Mannschaft zur Winterpause übernommen hatte und jetzt Richtung Herzogenrath wechselte. Der Kontakt zu Coralic war über Mario Tellers, Vorsitzender von RW Braunsrath, zustande gekommen. „Wir kennen uns länger“, sagt Coralic.

Der neue Trainer steigt ab August ein; die ersten Trainingseinheiten leitet Tellers. Coralic, der in der Hinrunde der vergangenen Saison beim VfL Übach-Boscheln tätig war, hat die letzten Saisonspiele der Braunsrather gesehen. Er möchte mit den Rot-Weißen erfolgreichen Fußball spielen. Helfen soll ihm dabei Turgay Kardesseven, der als Co-Trainer fungieren wird und zuletzt die Bezirksliga-B-Junioren von Germania Dürwiß trainierte. Auch dessen Sohn Faik Kardesseven (Übach-Boscheln) wird in Braunsrath spielen. Marius Jakesz greift nach einer Fußballpause wieder an, auch Torwart Dave Tompkins ist wieder dabei. Und Cico Ball kommt von der SG Gangelt-Hastenrath zurück, um unter Coralic zu trainieren.

Zwei Jungs aus Oidtweiler stehen noch nicht zur Verfügung, da sie ein Auslandsstudiensemester absolvieren. Einige Spieler haben den Verein verlassen. Der Trainer will möglichst schnell eine schlagkräftige Mannschaft formen. Er möchte auch weg vom Image des „Dorfvereins“. „Sie müssen mit Herz und Seele agieren und spielen“, so Coralic. Auch Kampfgeist solle an den Tag gelegt werden. Dann sollte das Ziel des Vorstandes, den Klassenerhalt zu schaffen, zu verwirklichen sein. „Die Jungs müssen alle mitziehen“, sagt der Trainer.

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