Erkelenz/Burg: Mit dicken Beinen durch die flache Börde

Erkelenz/Burg : Mit dicken Beinen durch die flache Börde

Gerd Helfer ist einer der Neulinge bei der Tour de Jumelage. Doch für ihn steht schon vor der letzten Etappe am Donnerstag fest: „Es war toll. Ich mache im nächsten Jahr wieder mit.”

Zufrieden sind auch die beiden Tour-Organisatoren Theo Clemens und Wolfgang Kurth, wie sie gestern Abend im Gespräch mit der EVZ nach der Ankunft in Burg bei Magdeburg berichteten. „Alles im grünen Bereich”, so ihr Fazit.

Gemächlich ließen es die 21 Radfahrer gestern bei ihrer Tour nach Berlin angehen. Nach den beiden schweren Bergetappen machten sie am Vormittag noch einen ausgiebigen Bummel durch das malerische Wernigerode im Harz, ehe sie sich auf die Rennräder schwangen.

Die Strapazen der 320 Kilometer durch das Bergische Land, Sauerland, Rothaargebirge und Harz in zwei Etappen hatte Spuren hinterlassen.

„Wir haben alle dicke Beine”, berichtete Kurth, der ebenso wie seine Mitfahrer froh war, dass die gestrige Etappe nach Burg in der Magedburger Börde relativ flach verlief.

„Einige Fahrer sind doch recht kaputt nach den beiden strapaziösen Vortagen”, bekannte Kurth.

So war die Fahrt in der geschlossenen Formation eine Wohltat für die weniger starken Fahrer, die an den Rädern ihrer kräftigeren Kameraden „lutschen” und im Windschatten mitrollen konnten.

Da machte auch die strahlende Sonne nichts aus. Ein besonderes Lob zollte Kurth den Teilnehmern in den Begleitfahrzeugen. „Sie leisten ein hervorragendes Teamwork.”

Wie dieses Teamwork aussieht, schilderte Theo Clemens, der stets im Wagen vorausfährt. Oftmals bekommen die Pedaleuere gar nichts von diesem Teil der Tour de Jumelage mit. Sie fahren, Clemens lenkt.

„Wir hatten eine unerwartete Umleitung, da mussten wir eine neue Strecke auskundschaften, ohne dass die Radfahrer aus dem Rhythmus kamen.”

Später wollte er unbedingt von den viel befahrenen Bundesstraßen zwischen Schönebeck an der Elbe über Magdeburg bis nach Burg weg und machte sich auf die Suche nach Nebenstrecken.

„Dabei sind wir auf eine Strecke mit katastrophalen Kopfsteinpflaster gekommen, so dass ich sofort wieder umdisponieren und die Fahrer rechtzeitig auf eine andere Straße lotsen musste.”

Dank Funk und Theo Görtz im zweiten Vorausfahrzeug gelang auch diese spontane Aktion. Heute nun steht die Fahrt nach Berlin an. Nachdem am Mittwoch alle durchhielten, wollen sie zusammen ankommen.