Selfkant-Höngen: Mit der Jugend lachen

Selfkant-Höngen : Mit der Jugend lachen

„Man muss sich ja schon wundern, dass die Jugend uns besucht”, sagt Gerhard Schröders und ist mit dieser Ansicht nicht allein. Nach der Meinung von Erwachsenen, die im Rahmen einer Bertelsmann-Studie befragt wurden, zeigten Jugendliche zu wenig soziales Engagement.

Gerhard Schröders ist 86 Jahre alt und lebt im Seniorenheim „Haus Biesen” in Höngen. Auf den Freitag freut sich der freundliche ältere Herr im Rollstuhl besonders. Dann ist Bingo-Nachmittag mit Don (14) und Dave (13). Jeden Freitag schwingen sich die beiden aufs Rad, radeln über die geteerten Wege an Maisfeldern vorbei zum Biesener Weg.

Der Vorwurf, dass sich die Jugend zu wenig für die Gesellschaft interessiert, trifft Eva, Nicol, Sarah, Natalie, Don und Dave nicht. Einmal wöchentlich besuchen die 13- bis 16-jährigen Jugendlichen Senioren, gehen mit ihnen spazieren, spielen, hören einfach nur zu oder erzählen ihre Geschichte.

Eva Ohlenforst aus Isenbruch spürt, wie sehr sie gebraucht wird, wenn sie ehrenamtlich die Bewohner der Gruppe „Cilla” betreut. Das 16-jährige Mädchen bleibt auch dann noch geduldig, wenn ihr die an Demenz erkrankten Senioren die gleiche Frage zum zehnten Mal innerhalb einer Viertelstunde stellen. Gerhard Schröders möchte die Besuche nicht missen. Weil er mit der Jugend immer lachen kann.