Mit dem Computer Lernstoff erarbeiten

Mit dem Computer Lernstoff erarbeiten

Kreis Heinsberg. An verschiedenen Orten im Kreisgebiet wurden im Rahmen der VBE-Lehrertage insgesamt zehn Workshops und ein Vortrag zum Themenkomplex „Neue Medien” angeboten. Das Interesse war groß.

Über 140 Lehrerinnen und Lehrer aus Grund-, Haupt- und Sonderschulen meldeten sich zu den Veranstaltungen an. Die Organisatoren hatten den Schwerpunkt auf die unterrichtliche Praxis gelegt. Dieses Konzept ging voll auf.

So waren nur Lehrer als Dozenten tätig, die Neue Medien bereits intensiv im Unterricht nutzen und Erfahrungen mit einbringen konnten.

Zu Beginn der Lehrertage stellte Jörg Prieß von der Uni Dortmund in einem einführenden Vortrag nicht nur die Vorteile der Neuen Medien und der Nutzung des Internets heraus.

Er riet zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der schulischen Software und dem Umgang mit dem Internet. Studien zeigten, dass bereits viele sechsjährige Schüler allein oder mit Freunden ohne elterliche Kontrolle im Internet surften.

Da gelte es, die Schüler im richtigen Umgang mit diesen Neuen Informationsmedien anzuleiten.

Praktisch wurde es dann in den einzelnen Workshops. So befasste sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Hauptschullehrer Hans Buyel damit, wie Schüler mit Neuen Medien dokumentieren und präsentieren können. PC, Digitalkamera und Beamer kamen dabei zum Einsatz.

Wie man mit dem Computer Lernstoff erarbeiten und sinnvoll üben kann, vermittelte Grundschullehrer Andreas Stommel in seinem Workshop. Der Dozent wies auch Anfänger und „Ängstliche” in die Nutzung der Neuen Medien im Unterricht ein.

In Heinsberg lernten die Teilnehmer unter der Leitung von Hauptschullehrer Stefan Huppertz, wie man mit Power Point und Beamer Projekte präsentieren kann.

„Schulen ans Netz”

Der Verein „Schulen ans Netz” beteiligte sich an den VBE-Lehrertagen mit einer ausführlichen Unterweisung in den Homepage-Generator „Primolo”.

Auf dieser Internetseite können Grundschulklassen kleine Projekte im Internet präsentieren. Schließlich vermittelte Referendarin Ute Chabrié, dass man mit einem E-Mail-Austausch zwischen Klassen verschiedener Schulen den Kindern einen guten Schreibanlass bietet.

Die Zukunft hält auch schon Einzug in die Schulen: In einer Demonstration lernten Lehrerinnen und Lehrer eine elektronische Tafel kennen, die über einen Beamer und einen PC betrieben wird. Sie kommt bereits in einer Hauptschule und zwei Grundschulen im Kreis zum Einsatz.