Kreis Heinsberg: Ministerin Nahles als „Top Act“

Kreis Heinsberg : Ministerin Nahles als „Top Act“

Norbert Spinrath, Bundestagsabgeordneter und Bundestagskandidat und auch Kreisvorsitzender der SPD, hat sich gefreut, zu einem Open-Air-Wahlkampfabend im Geilenkirchener Sportpark Loherhof als „Top Act“ Andrea Nahles auf seiner roten Couch begrüßen zu dürfen.

Sie sei schon öfter im Kreis Heinsberg zu Gast gewesen, so als Bundesvorsitzende der Jusos und als Generalsekretärin der SPD und nun als Bundesarbeitsministerin, stellte Spinrath fest. „Weil Du mich so oft eingeladen hast“, entgegnete Nahles und lobte Spinrath, den europapolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, als „eine der wichtigsten Stimmen Europas im Bundestag“. Nahles weiter: „Norbert Spinrath kann man bedenkenlos wählen.“ Er sei ein Guter, ein Fleißiger, einer, der Ahnung habe.

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Nahles, die sich gewohnt angriffslustig zeigte, Kritik, Lob und einen Wunsch parat. Mit Blick auf Merkel sagte sie: „Ein bisschen Feuer unterm Arsch? Null!“ Merkel, 63 Jahre alt, habe auch ihre Verdienste, aber ihr sei nun der Ruhestand zu gönnen: „Warum habe ich die Rente mit 63 eingeführt?“

Es war ein launiger Abend, an dem Nahles und viele andere der rund 100 Zuhörer nur ein Wortbeitrag des Wegberger SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Rüdiger Birmann störte, der kritisch die Glaubwürdigkeit der SPD insbesondere in der Sozialpolitik hinterfragt hatte. Nahles war nach eigener Aussage „sauer“ über diese „apokalyptische Rede“. Ob das Präsent aus der Erkelenzer Senfmühle, das Spinrath ihr am Ende mit auf den Weg gab, dafür süß war, blieb im (abendlichen) Dunkeln. Es soll auf jeden Fall dazu dienen, dass sie bei Reden zukünftig auch Senf aus dem Kreis Heinsberg mit dazugeben kann.

(disch)
Mehr von Aachener Zeitung