Wassenberg: Mildes Licht mit meditativen Zügen bevorzugt

Wassenberg : Mildes Licht mit meditativen Zügen bevorzugt

Licht gehört zu den existenziellsten Erfahrungen des Menschen. Mit Licht wieder vermehrt Menschen in die vielfach „verschlafenen” oder verödeten Stadtkerne zu holen, ist eine von Wien, Lyon oder Zürich ausgehende Bewegung, die immer mehr Fuß fasst.

Vorbereitet wird dies auch von Rat und Stadtmarketing Wassenberg mit Hilfe der beauftragten Aachener Planungsgruppe Meyer-Brandis-Winter als Teilbereich der Wiederbelebung des Stadtkerns.

Nach der ersten Probebeleuchtung Bergfried, Großer Wehrturm mit Stadtmauer bis zum Gondelweiher und Propsteibereich St. Georg folgte nun eine weitere Probebeleuchtung auf dem Roßtorplatz, der zu den wichtigsten Kommunikationspunkten im Stadtgebiet gehört.

Der Charme des noch „gebrochenen” natürlichen Abendlichtes erhöhte noch die Wirksamkeit der gezielten Anstrahlung von Roßtor und altem Rathaus, die das historische Dreieck des früher „Großer Pley” genannten Platzes im Süden und im Norden eingrenzen.

Das Roßtor war von der Südseite (Forster Weg), von der Nordseite und innerhalb der Baugewölbe angestrahlt, und zwar wechselweise mit milderem und mit hellerem Licht. Die Meinung aller von der Anstrahlung sehr angetanen Besucher war einhellig: Das mildere Licht sagte mehr zu; es hatte mehr meditativen Charakter.

Bürgermeister Winkens dankte den Besuchern für ihr Interesse und der Planungsgruppe für ihre Schritt um Schritt einbeziehenden Bemühungen zur Neugestaltung des Stadtkerns. Entsprechende Zuschussanträge gehen in diesen Tagen nach Düsseldorf.

Allerdings sei auch möglich, dass je nach Höhe der Bewilligungen mit entsprechenden Anteilen der Anlieger zu rechnen sei, wenn das Geschäftsleben, wie durch diese Maßnahmen beabsichtigt, wieder einen Aufschwung nehmen werde.