Heinsberg-Dremmen: Messebauer platzt aus den Nähten

Heinsberg-Dremmen : Messebauer platzt aus den Nähten

Ein „wichtiger Stein im gesamten Mosaik des Heinsberger Wirtschaftslebens” sei die intervaro-messebau Dr. Holzinger GmbH.

Für Bürgermeister Josef Offergeld steht das Familienunternehmen beispielhaft für eine Firmenkultur, die trotz schwieriger konjunktureller Gesamtsituation eine gesunde Entwicklung nehme.

Eindrucksvoller Beleg hierfür ist die große bauliche Erweiterung, die derzeit auf dem 10000 qm großen Gelände im Dremmener Industriegebiet erfolgt.

Neben dem Bürgermeister nahmen jetzt auch Bert Dohmen, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Ortsvorsteher Theo Esser und Kreistagsabgeordneter Dr. Hans-Josef Thesling den Neubau in Augenschein.

Wenn der zweite Bauabschnitt fertig ist, kann das Unternehmen eine neue Bürofläche von 700 qm, eine neue Werkstattfläche von 2100 qm und eine zusätzliche Lagerkapazität von 860 qm nutzen.

Ende Oktober 2002 wurden die Arbeiten zu dem riesigen Gebäude, das durch eine Dachfläche von 600 qm mit dem Altbau verbunden ist, begonnen. Der Startschuss zum kompletten Innenausbau soll gegen Ende 2004 fallen.

„In den letzten Jahren konnten wir viele neue Kunden gewinnen”, zeigt sich Senior-Chef Gerhard Schuckel zufrieden. „Wir mussten sogar Subunternehmer beschäftigen, um alle Aufträge zu bewältigen.”

Dass diese neuen Kunden häufig zu Stammkunden würden, kompensiere den Umstand, dass die Firmen aus Kostengründen nicht mehr so häufig auf Messen präsent seien wie früher, die Stellflächen kleiner würden und die Exklusivität der Messestände vielfach nachgelassen habe.

Der 29-jährige Architekt Marcel Schuckel, der mittlerweile die Geschäftsführung des 1966 gegründeten Unternehmens in zweiter Generation übernommen hat, sieht die besonderen Stärken im kundenorientierten Gesamtpaket des rund 40 Mitarbeiter starken Messebauers.

Design- und Architekturbüro, Schreinerei und Schlosserei, Lackiererei mit einer Computer-Farbmischmaschine für 15000 Farben, ein eigener Fuhrpark, ein festes Montageteam und ein erfahrener Projektleiter vor Ort garantierten ein Höchstmaß an professioneller Betreuung, die sich über die Jahre hinweg ausgezahlt habe.

Die Vielfalt der Aufgabenstellungen mache dabei einen besonderen Reiz aus, ergänzt Gerhard Schuckel: „Wir gehen durch alle Sparten, das ist ja gerade das Schöne.” Egal ob Schuhfabrikant oder Chemieunternehmen, die Dremmener schneidern für jeden das passende Interieur.

Besonders hilfreich ist dabei das im eigenen Haus schon vor Jahren entwickelte und immer weiter verbesserte „Varo-System”, das schnelle und individuelle Konstruktionslösungen zulasse.

„Man braucht nur eine Viertelhanddrehung, um alles zu befestigen”, ist Marcel Schuckel von den Vorzügen des Systems überzeugt.

Überzeugt von der gesunden Wirtschaftskraft des Unternehmens war am Ende auch die Besuchergruppe um Bürgermeister Josef Offergeld.