Kreis Heinsberg: Menschen aus 21 Nationen beim ersten Einbürgerungsfest

Kreis Heinsberg : Menschen aus 21 Nationen beim ersten Einbürgerungsfest

Die Nervosität war schon ein wenig greifbar, als sich 37 Teilnehmer zum ersten Einbürgerungstest im Kreis Heinsberg im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Heinsberg einfanden.

30 Fragen in 60 Minuten, so lautete die Aufgabe. 30 Fragen zu Staat und Gesellschaft des Landes, dessen Staatsbürger die Testteilnehmer werden wollen. Der Gesetzgeber hat dazu unter anderem diesen Test vorgesehen, auf den sich die 37 im Vorfeld schon vorbereitet hatten. „Es ist einer der ersten Einbürgerungstests, die im Land Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden”, verkündeten VHS-Leiter Franz-Josef Dahlmanns und VHS-Fachbereichsleiterin Dr. Ulla Louis-Nouvertné, denen es vor allem darum ging, den Teilnehmern die Angst und die Nervosität zu nehmen.

Immerhin waren es Frauen und Männer aus 21 Nationen: Kenia, Türkei, Russland, Kirgisien, Iran, Irak, Kasachstan, Kamerun, Marokko, Polen, Kroatien, Kosovo, Kongo, Peru, Philippinen, Ukraine, Ghana, Afghanistan, Brasilien, Kuwait und Mazedonien.

Auch Landrat Stephan Pusch gab den Testteilnehmern Zuversicht mit auf den Weg. Er führte in seiner Begrüßung unter anderem aus, dass man über Sinn und Unsinn dieses Tests sehr wohl diskutieren könne, aber: „Gleichwohl bringt dieser Einbürgerungstest mit sich, dass Sie sich über manches Gedanken machen, was diesen Staat eigentlich ausmacht. Insofern haben der Einbürgerungstest und die Vorbereitung darauf auch etwas Gutes: Sie haben etwas über dieses Land, über diesen Staat und seine Gesellschaft gelernt. Dieses Wissen um den Staat soll Ihnen erleichtern, sich mit diesem Staat leichter zu identifizieren, denn dieser ist ja bereits Ihr Aufenthaltsort und soll nun auch über die angestrebte Staatsbürgerschaft Ihre endgültige Heimat werden.”

Abschließend wünschte der Landrat allen viel Erfolg: „Ich drücke Ihnen die Daumen.” Danach hieß es, 60 Minuten lang über 30 Fragen zu brüten, die im Ankreuzverfahren beantwortet werden mussten. Der Test wird zwar im Kreis über die VHS durchgeführt. Ausgewertet wird er aber durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.