Erkelenz: Mehrheit im Rat sieht keine Parkplatznot

Erkelenz : Mehrheit im Rat sieht keine Parkplatznot

Erneut scheiterte ein Antrag der Fraktion der Bürgerpartei, das Parkdeck an der Ostpromenade um zwei Etagen aufzustocken. Die Aufstockung sollte mittels einer Leichtbau-Metallkonstruktion erfolgen.

Dadurch würden Stellplätze für rund 90 Fahrzeuge geschaffen. Die große Mehrheit lehnte bei der Sitzung des Hauptausschusses den entsprechenden Antrag ab.

Sie folgte der Argumentation der Verwaltung, die zwar die technische Möglichkeit zur Aufstockung des Parkdecks erkennt, diese Aufstockung aber „im Verhältnis zur Errichtung von Stellplätzen an anderer Stelle im Stadtgebiet nicht wirtschaftlich vertreten” kann.

Darüber hinaus zeigen nach Ansicht der Verwaltung die aktuellen Belegzahlen im Zusammenhang mit der Justierung des Parkleitsystems und weitere Auswertungen, dass das Parkdeck an der Ostpromenade nicht kontinuierlich ausgenutzt werde.

Auch vor dem Hintergrund des Verkehrsentwicklungsplanes, der eine weitere Schaffung von rund 400 Stellplätzen in der Innenstadt vorsieht, sieht die Verwaltung keine Notwendigkeit einer Aufstockung. Bürgermeister Peter Jansen räumte beim neuen elektronischen Parkleitsystem Defizite ein: „Es werden elektronisch weniger Stellplätze angegeben, als tatsächlich noch frei sind.”

Die Bürgerpartei hatte unter anderem damit argumentiert, es fehlten definitiv Parkplätze in der Innenstadt, was zu Lasten des Einzelhandels gehe. Um der Innenstadt „wieder zur Attraktivität zu verhelfen”, sei es deshalb dringend erforderlich, in der Innenstadt Parkplätze zu schaffen.

Dies geschehe ohnehin, hielt der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg dagegen. Am Heinrich-Jansen-Weg und der Atelierstraße würden in unmittelbarere Nähe zur Kölner Straße zahlreiche Parkplätze entstehen.

Keine Unterstützung fand auch ein Bürgerpartei-Antrag „Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder an den Erkelenzer Schulen” zu bauen. Derweil der Vereinsvorsitzende gesundheitsfördernd und geldsparend auf dem Drahtesel durch die Erkelenzer Innenstadt fährt, musste sich die Fraktion von Klaus Steingießer (CDU) vorwerfen lassen, sie schmeiße „sinnlos Geld raus.”

Mit rund 250.000 Euro hatte die Verwaltung die Kosten für überdachte Abstellplätze im Schulzentrum angegeben. Auch SPD und Grüne verweigerten die Unterstützung. Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder sollten im Gesamtkonzept der „Fahrradstadt Erkelenz” entwickelt werden. Sie bestätigten Lurweg, der eine „sinnvolle Organisation der Abstellplätze” mit dem Konzept ermöglichen möchte.