Hückelhoven: Mehler baut seinen Standort aus: Erster Spatenstich

Hückelhoven : Mehler baut seinen Standort aus: Erster Spatenstich

Erste Spatenstiche sind immer Anlässe, bei denen sich die Verantwortlichen der Stadt gerne sehen lassen. Mit Bürgermeister Bernd Jansen, dem Ersten Beigeordneten Helmut Holländer und dem Technischen Beigeordneten Dr. Achim Ortmanns kam die komplette Verwaltungsspitze an der Rheinstraße 11, um den symbolischen Akt zum Neubau eines Bürogebäudes der Firma Mehler Texnologies zu begleiten.

Die Firma zählt zu den international führenden Unternehmen auf dem Markt der beschichteten Gewebe und technische Textilien. Lkw-Planen, Material für Campingzelte, Gewebe für Sonnenschutz oder Schlauchbootmaterialien gehören beispielsweise zur Produktpalette der Firma. 120 Mitarbeiter arbeiten zurzeit bei Mehler Texnologies in Hückelhoven.

Zum einen symbolisiert ein Spatenstich Aufbruch und steht für Zukunft - und dabei präsent zu sein, macht immer ein gutes Bild. In diesem konkreten Fall allerdings ist es zum anderen auch so, dass die Firma Mehler und die Stadt Hückelhoven seit mehr als 30 Jahren eine gemeinsame Geschichte verbindet - und man hat dabei zusammen auch ganz tiefe Sohlen durchschritten.

„Wir haben eine gemeinsame Geschichte, und sie haben uns immer die Treue gehalten”, sagte Bürgermeister Bernd Jansen deshalb. Er spielte dabei auf die Schließung der Zeche einerseits und die tiefe Krise der deutschen Textilindustrie andererseits an.

Wer solche Standhaftigkeit an den Tag legt, der darf auch auf wohlwollende Unterstützung rechnen, wenn sein Bauvorhaben eigentlich an genehmigungsbehördliche Grenzen stößt: Das 3500 Quadratmeter große Grundstück, auf dem in Nachbarschaft zur jetzigen Produktionshalle das Bürogebäude (rund 1, 2 Millionen Euro Investitionssumme) entstehen wird, war eigentlich als Trasse zur Verbindung des Gewerbegebietes mit dem Stadtzentrum gedacht. „Wir haben hart, aber fair verhandelt und sind dann auch schnell auf einen Nenner gekommen”, sagte Jansen. Es sei eben die Hückelhovener Art, „Probleme schnörkellos und hemdsärmelig zu lösen”.

Das, man sah es ihm an, wusste auch Fried Möller zu schätzen. Der Vorstandsvorsitzende war eigens aus Fulda zum Spatenstich nach Hückelhoven gekommen. Allerdings im edlen Zwirn.