Kreis Düren: Medikamente können Lebensqualität nur teilweise verbessern

Kreis Düren : Medikamente können Lebensqualität nur teilweise verbessern

Am Vorabend des Welt-Aids-Tages liest Majella Lenzen am Montag, 30. November, um 18 Uhr im Kreishaus Düren, Raum 158, aus ihrem Buch „Das möge Gott verhüten”, in dem die ehemalige Ordensschwester ihren Bruch mit der katholischen Kirche begründet.

Sie lebt seit einigen Jahren in Düren und berichtet aus ihrem Leben als Nonne in Tansania. Dort hat sie ein Provinzkrankenhaus geleitet, in dem auch HIV-Patienten versorgt wurden. Noch heute ist sie einem dort beheimateten Projekt verbunden, für das sie im Rahmen der ansonsten kostenfreien Lesung Spenden annimmt. Der musikalische Rahmen wird von Peter Verhees (Mitarbeiter der Drogenberatung Caritas Düren) an der Gitarre und Roman Verhees mit solistischen Violinenstücken gestaltet.

Diese Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Drogenberatung der Caritas in Düren und der Aids-Beratung im Gesundheitsamt des Kreises Düren. Am Dienstag, 1. Dezember, betreut Nicole Savelsberg, Ärztin im Kreisgesundheitsamt, mit Unterstützung von Mitgliedern der Gruppe „Les autres” einen Informationsstand auf dem Weihnachtsmarkt. Darüber hinaus werden wieder Politiker aller Fraktionen Spenden sammeln.

Denn trotz vieler Fortschritte in der Forschung ist die Betreuung von Betroffenen noch immer notwendig. Medikamente gewährleisten den Betroffenen zwar ein längeres Leben, doch die Lebensqualität wird nur teilweise verbessert. Finanzielle und soziale Einschränkungen bestimmen noch immer den Lebensalltag der Erkrankten. Seit nunmehr neun Jahren sammeln die Politiker Spenden, die den Menschen, die im Kreis Düren vom HIV-Virus betroffen sind und unter großer finanzieller Not leiden, als ein kleines Geldpräsent zu Weihnachten überreichet werden.

Andrea Hoven von der Caritas-Drogenberatungsstelle sammelt mit Unterstützung der Jahrgangsstufe 10 der St. Angela-Schule Geld für die Aids-Prävention.