Erkelenz: Medienprojekt im ZaK: Jugendliche machen Radio

Erkelenz : Medienprojekt im ZaK: Jugendliche machen Radio

„Zoom auf Politik in deiner Stadt” lautet ein Medienprojekt des JFC Medienzentrums Köln, das vom Land gefördert wird. Von August bis Dezember sollen sich die Gruppen mit vorgegebenen oder selbst gewählten Themen befassen und sie zu Podcasts verarbeiten. Die Ergebnisse können im Internet angehört werden.

Fünf Jugendeinrichtungen in NRW nehmen an dem Projekt teil, dessen Ziel es ist, die Jugendlichen für das politische Leben in ihren Städten zu interessieren. Unter anderem sind auch elf Jugendliche aus dem evangelischen Jugendzentrum ZaK dabei. „Durch die Auseinandersetzung mit den lokal bedeutenden Themen soll das Interesse der Jugendlichen geweckt werden”, erklärt die Kölner Medienpädagogin Arja Heeke. „So entsteht die gewünschte Partizipation.”

Zum Beginn des Projektes wurden in Köln im Umgang mit den Aufnahmegeräten und der Schnittsoftware geschult, bevor sie ihre erste Aufgabe zu bewältigen hatten: ein Porträt ihrer Stadt. Was lag für den 18-jährigen Mario Müllers und seinen 20-jährigen Mitstreiter Andreas Wigan da näher, als jemanden zu fragen, der sich in dem Thema bestens auskennt? Bürgermeister Peter Jansen stand den jungen Radiomachern auch gerne Rede und Antwort.

Darüber hinaus bekamen sie auch den ersten Beigeordneten Dr. Hans-Heiner Gotzen und den Karnevalssänger Markus Forg vors Mikrofon. Dass dabei auch schon einmal was schief gehen kann, lernte Wigan auch. Nämlich als er ein Ratsmitglied rund 15 Minuten lang interviewte, bevor er bemerkte, dass das Aufnahmegerät gar nicht angeschaltet war.

Doch auch Themen von lokalpolitischer Brisanz wurden aufgenommen, wie die Diskussion um eine Disko an der Neusser Straße. Dafür wurden Ausschusssitzungen besucht und auch den Diskogegnern wurde ein Besuch abgestattet. „Schließlich mussten wir ja beide Seiten zu Wort kommen lassen”, so Wigan.

Dass zum Radiomachen mehr gehört als ein Mikro, wurde der Gruppe schnell klar. Eine Gruppe des Teams beschäftigte sich damit, die Beiträge zu finden, die interessant sein könnten. Mit der Technik befasste sich der 20-jährige Andi Goergens, der aus den Aufnahmen dann hörfähige Beiträge machte. Auch Recherchemethoden wollten erlernt werden. Und dann der Termindruck: zwei Podcasts mussten pro Monat abgeliefert werden.

Deshalb trifft sich die Gruppe einmal pro Woche zur Redaktionssitzung, um die Themen zu besprechen du die Aufgaben zu verteilen. „Dass es so viel Arbeit ist, hätte ich nicht gedacht”, sagte Mario bei der Vorstellung des Projektes im ZaK.

Auch Jugendleiter Detlef Bonsack musste einsehen, dass es teilweise schwer ist, die Jugendlichen über fünf Monate „bei der Stange zu halten”. Trotzdem sind alle zufrieden mit den Ergebnissen. Bis auf Katrin Klein. Die 17-jährige fand ihre Stimme „schrecklich”, als sie sie zum ersten mal gehört hat.

Das Projekt schließt am 12. Dezember mit der„Zoom-Party”.