Städteregion: Medienpaket gegen Rassismus

Städteregion : Medienpaket gegen Rassismus

Aus dem Landesprogramm „NRWeltoffen — Lokale Handlungskonzepte gegen Rechtsextremismus und Rassismus“ erhält die Städteregion in diesem Jahr 70.000 Euro.

Von einem Teil der Fördersumme werden für die städtischen Büchereien der neuen Altkreiskommunen Alsdorf, Eschweiler, Stolberg, Würselen, Herzogenrath, Baesweiler, Monschau, Simmerath und Roetgen Literatur- und Medienpakete im Wert von jeweils 1000 Euro zu den Themenfeldern Rassismus, Rechtsextremismus und Gewalt angeschafft.

Um doppelte Anschaffungen zu vermeiden, erhielten die Büchereien vorab von der Städteregion eine Liste mit Literatur- und Medienvorschlägen, aus denen sie auswählen konnten. Die Medienpakete beinhalten neben Büchern auch CDs, DVDs und Blu-rays.

Das erste Literatur- und Medienpaket hat jetzt Thomas Meirich von der Stadtbücherei Stolberg, in Empfang genommen. Timur Bzkir, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums der Städteregion, und Andreas Goffin, Mitarbeiter im Förderprogramm „NRWeltoffen“, überreichten das Paket. „Wir möchten mit den Medienpaketen möglichst viele Leute erreichen und das Bewusstsein gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus schärfen“, erklärte Goffin. „Wir dürfen die Augen vor der Realität nicht verschließen. Rassismus, Rechtsextremismus und Gewalt sind allgegenwärtige Themen, auch wenn sie nicht immer sichtbar sind“, betonte Bozkir.

Die neuen Medien decken einen weiträumigen Bereich der Überthemen Rassismus, Rechtsextremismus und Gewalt ab. Auch Kinderbücher, in denen altersgerecht auf die Themen eingegangen wird, sind Bestandteil des Pakets.

Im Rahmen des Landesprogramms werden in der Städteregion auch Interviews geführt, um den Handlungsbedarf in Sachen Rechtsextremismus und Rassismus genauer zu ermitteln. „Mit Hilfe der Befragungen können wir die Impulse in der Städteregion erkennen“, ist Timur Bozkir überzeugt. Nach der Auswertung der Ergebnisse soll dann ein Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus erstellt werden. „Wir erhoffen, dass dieses dann auch vom Land gefördert wird“, zeigt sich Bozkir zuversichtlich. Auch Fortbildungen und ein Argumentationstraining zum Umgang mit rechten Parolen wurden bereits im Rahmen des Landesprogrammes angeboten.

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