Erkelenz: Massiver Unmut über Kürzungen

Erkelenz : Massiver Unmut über Kürzungen

„Ich habe mich sicherlich nicht alleine über die ganz konkrete Kürzung von 130 Millionen Euro geärgert”, erklärte Edith Birx, die den katholischen Kindergarten St. Lambertus in Erkelenz leitet, ihrem Unmut über die vom Land geplante rapide Senkung der Sachkostenpauschale für Kindergärten.

„Dass, was das Land da verhackstückt” bedeute schlichtweg, dass jeder Kindergruppe künftig 20 Prozent weniger an finanziellen Mitteln zur Verfügung stehe. Dies mache pro Kind rund 100 Euro weniger aus. Oder noch deutlicher gesprochen, meinte Birx beim CDU-Stammtisch, dass dem Kindergarten dann satte 8000 Euro schlichtweg fehlen würden. Diese Summe schlägt „sich nicht nur in den laufenden Kosten, sondern auch in der Ausstattung nieder.”

Bistum kürzt auch

Von den Bistumskürzungen, die noch anstünden, gar nicht gesprochen. Etliche Einrichtugnen, wie das „ZaK” oder das „Katho” in Erkelenz seien ebenfalls von den Kürzungen betroffen.

Ihr sei schleierhaft, was sich das Land Nordrhein-Westfalen dabei gedacht hat. „NRW untergräbt damit seine eigenen Pläne”, betonte sie. Heiße es bei der Regierung doch, Bildung gehe über alles.

Davon sei nichts zu merken, abgesehen von den vielen Broschüren, die NRW zu diesem Thema herausgeben würde, meinte Birx mit einem Anflug von Sarkasmus in der Stimme. Denn bei all den Kürzungen, würde die Regierung den Elemtarbereich der Bildung untergraben. Mit der platten Entgegnung, Kindergärtner müssten einfach kreativer sein, sei es da bei weitem nicht getan. Ein gewissen Maß an finanziellen Mitteln sei einfach notwenig.

Demo in Düsseldorf

Aus diesem Grunde finde am Samstag 13, Dezember, auch eine Kundgebung in Düsseldorf statt. Darüber hinaus haben die Betroffenen eine Unterschriftenaktion gestartet. Die Liste liege in der Stadtverwaltung aus, meinte Birx und bat alle Bürger um Unterstützung. Schließlich schlug Ratsherr Heinz Musch vor, die Landespolitiker zur Stellungnahme hier vor Ort einzuladen.